▷ BPOL NRW: Bundespolizei nimmt gesuchten Mann mit Haftbefehl fest und deckt ellenlange …

04.06.2021 – 10:53

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

Aachen (ots)

Ein 32-jähriger Russe reiste am Freitagmorgen mit seiner 37-jährigen Ehefrau am ehemaligen Grenzübergang Aachen-Vetschau aus den Niederlanden ein. Bei der Kontrolle ahnten die Beamten noch nicht, dass neben der Vollstreckung eines Haftbefehls, eine ellenlange Liste an Straftaten und intensiven Recherchen im In- und Ausland auf sie zukommt.

Zunächst vollstreckten sie bei dem 32-Jährigen einen Strafvollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Marburg wegen Urkundenfälschung, Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz, Fahren ohne Fahrerlaubnis und Fahren unter Alkohol mit Unfallflucht. Er sollte eine Geldstrafe in Höhe von über 3000,- Euro inklusive Verfahrenskosten bezahlen oder eine ersatzweise 87-tägige Freiheitsstrafe ableisten. Dass er aus seinen Straftaten nichts gelernt hatte, bewies er wiederum aufs Neue, denn er legte den Beamten einen total gefälschten russischen Führerschein vor. Des Weiteren hatte er eine deutsche Aufenthaltsgestattung und war nach eingehenden Recherchen in Belgien und in Deutschland als Asylbewerber registriert. Da der Verdacht eines Leistungsbetruges vorlag, wurde er neben dem Fahren ohne Fahrerlaubnis, der Urkundenfälschung, der unerlaubten Einreise auch wegen Betruges angezeigt. Vom Amtsgericht Frankenberg läuft zudem noch ein Strafverfahren aus dem Jahr 2020 wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Da er die im Haftbefehl veranschlagte Geldstrafe nicht zahlen konnte, wurde er zur Vollstreckung der ersatzweise verhängten Freiheitstrafe in den Polizeigewahrsam des Polizeipräsidiums Aachen eingeliefert. Von hier wird der 32 Jährige in die zuständige Justizvollzugsanstalt überführt werden.

Auch bei seiner Ehefrau wiesen sich einige Ungereimtheiten auf. Sie wies sich mit einem belgischen und einem russischen Reisepass aus. Zudem legte sie eine erst vor kurzem ausgestellte Aufenthaltsgestattung als Asylbewerberin in Deutschland vor. Da hier auch der Verdacht des Leistungsbetruges vorlag, wurde dies zur Anzeige gebracht. Gegen sie laufen jetzt die weiteren Ermittlungen der Bundespolizei. Nach der Anzeigenerstattung wegen des Verdachtes des Leistungsbetruges konnte sie, im Gegensatz zu ihrem Mann, die Weiterreise fortsetzen.

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