▷ BPOLI MD: Versammlungsteilnehmer beleidigen und bedrohen Mitreisende im Zug mit …

01.06.2021 – 14:46

Bundespolizeiinspektion Magdeburg

Leipzig, Wittenberg, Berlin (ots)

Bereits am Samstagabend, den 29. Mai 2021 kam es in einem Zug zu Beleidigungen und Bedrohungen von Mitreisenden mit rechtsradikalen Äußerungen sowie Gestik bis hin zu einer exhibitionistischen Handlung. Gegen 21:40 Uhr meldete sich ein Reisender aus dem Intercityexpress von Leipzig nach Berlin bei der Leitstelle der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau und gab an, dass sich in dem Zug eine Gruppe junger Männer befindet, die andere Reisende bedrohen, beleidigen, sich rassistisch äußern und nicht den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Personengruppe verließ am Hauptbahnhof Wittenberg den Zug und wurde dort von Kräften der Landespolizei angetroffen, die die Personalien feststellten und sie befragten. Die Männer äußerten eben aus Leipzig gekommen zu sein. Des Weiteren konnten durch die Informationsweitergabe der Bundespolizeiinspektion Magdeburg an die Bundespolizeiinspektion Berlin Ostbahnhof Beamte beim nächsten Halt des Zuges in Berlin – Südkreuz Zeugen und Geschädigte feststellen und befragen. Aus den verschiedenen Zeugenaussagen geht hervor, dass die Personengruppe geäußert hatte, an einer Demonstration in Leipzig teilgenommen zu haben. Im Zug seien sie von einer jungen Frau aufgefordert wurden, ihren Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen. Daraufhin haben die Männer sie mit ehrverletzenden Worten beleidigt. Außerdem sollen die acht Tatverdächtigen im Alter von 19 bis 22 Jahren mehrfach den „Hitlergruß“ getätigt und rechtsradikale Parolen geäußert haben. Während des Aussteigens am Bahnhof Lutherstadt Wittenberg zeigte einer der Männer der geschädigten Weiterreisenden zu guter Letzt sein Geschlechtsteil.
Nach derzeitigem Stand haben sich die Deutschen der Beleidigung, Bedrohung, Erregung öffentlichen Ärgernisses, einer exhibitionistischen Handlung, des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und der Volksverhetzung strafbar gemacht. Die Ermittlungen dauern an.

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Quelle :Blaulicht presseportal.de

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