▷ Bundesregierung muss qualifizierte Zuwanderung organisieren / Wirtschaftsweise warnen …


Berlin (ots) – Den klaren Hinweis des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung auf den deutlichen Zuwachs an Personalbedarf bei bereits heute bestehenden Versorgungslücken nimmt der Präsident des bpa zum Anlass, seine Forderung an die Politik zu erneuern. „Die Bundesregierung muss aktiv im Ausland Pflegefachkräfte anwerben, so wie sie es in den 60-er Jahren für die Automobilindustrie gemacht hat. Heute geht es um die sichere Versorgung und Betreuung einer schnell wachsenden Zahl pflegebedürftiger Menschen. Lange Wartezeiten auf Versorgung müssen sowohl für die betroffenen Menschen als auch für die pflegenden Angehörigen verhindert werden“, so Bernd Meurer.

Der Sachverständigenrat weist auch auf die Tatsache hin, dass die Beschäftigung im Dienstleistungssektor Medizin und Pflege zwischen 1991 und 2017 um 90 Prozent gestiegen sei und damit zeige, dass es dem Gesundheitswesen bislang gut gelungen sei, Fachkräfte anzuziehen. Alleine in der Altenpflege wurden in den letzten Jahren 100.000 zusätzliche sozialversicherungspflichtige Jobs neu besetzt. Zudem sind die Löhne überdurchschnittlich gestiegen. Meurer weiter: „Die Arbeitgeber haben ihre Hausaufgaben gemacht. Wir brauchen ein deutliches politisches Signal, ob auch künftig ein bedarfsdeckendes Angebot für pflegebedürftige Menschen gesichert werden soll.“

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 10.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 305.000 Arbeitsplätze und circa 23.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 24,2 Milliarden Euro.

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Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011