▷ dena-Chef Kuhlmann sieht Aktionsplan Stromnetz als wichtiges Signal für Energiewende

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Berlin (ots)

   - Bessere Auslastung der Stromnetze kann Kosten für Netzeingriffe 
     spürbar senken 

Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur (dena), sieht den Aktionsplan Stromnetz von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier als wichtiges Signal für die Energiewende: „Der Aktionsplan kommt zur rechten Zeit. Nicht alles, was zum Erfolg von Energiewende und Klimaschutz erforderlich ist, hängt am Ausbau der Stromnetze. Aber ein leistungsstarkes und flexibles Stromnetz ist eine zentrale Grundvoraussetzung für die Integration der erneuerbaren Energien und das Gelingen der Energiewende. Hier gibt es nach wie vor Handlungsbedarf.“

„Wir freuen uns insbesondere“, so Kuhlmann weiter, „dass der Aktionsplan viele Maßnahmen zur besseren Auslastung der Stromnetze aufgreift, die die dena gemeinsam mit Übertragungsnetzbetreibern, Verteilnetzbetreibern, Herstellern von Netzbetriebsmitteln, Bundesnetzagentur und Verbänden entwickelt hat.“ Mit diesen Maßnahmen ließen sich überdies erhebliche Kosten einsparen. Auch in der weiteren Netzentwicklungsplanung sollte besonderes Augenmerk auf kurzfristig realisierbare Maßnahmen gerichtet werden. Die Kosten für das Vermeiden von Engpässen im deutschen Stromnetz beliefen sich allein im Jahr 2017 auf insgesamt 1,4 Milliarden Euro.

Die dena und das Büro für Energiewirtschaft und technische Planung (BET) hatten im September 2017 ein Ergebnispapier mit Maßnahmen zur höheren Auslastung des Strombestandsnetzes vorgelegt. Dazu gehören zum Beispiel ein optimiertes Netzmonitoring und die bauliche Verstärkung von fünf Abschnitten im Übertragungsnetz, vor allem durch Zu- und Umbeseilungen. Empfohlen wurde auch die Entwicklung von Grundlagen für eine bessere Zusammenarbeit von unterschiedlichen Netzbetreibern beim sogenannten Redispatch, also dem Eingriff in den Betrieb von Energieerzeugungsanlagen zur Netzentlastung.

Das Ergebnispapier „Höhere Auslastung des Stromnetzes“ entstand in einem vom Bundeswirtschaftsministerium angestoßenen Stakeholderprozess. Der Fokus lag auf der Identifikation von kurzfristig, das heißt bis zum Jahr 2023 realisierbaren Maßnahmen, die die Kosten für die Netzengpassbewirtschaftung auf der Höchstspannungsebene im Zeitraum spürbar senken.

Weitere Informationen zum Ergebnispapier „Höhere Auslastung des Stromnetzes“ unter https://bit.ly/2h5OKRn.

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Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011