▷ Digital, modern und nachhaltig / Auf dem LVM-Landwirtschaftstag in Münster …


Digital, modern und nachhaltig / Auf dem LVM-Landwirtschaftstag in Mnster diskutierten Experten ber die drngendsten Herausforderungen der Branche / Julia Klckner, Bundesministerin fr Ernhrung und Landwirtschaft, hielt beim LVM-Landwirtschaftstag 2018 in Mnster einen Vortrag mit dem Titel
Digital, modern und nachhaltig / Auf dem LVM-Landwirtschaftstag in Münster diskutierten Experten über die drängendsten Herausforderungen der Branche / Julia Klöckner, Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft, hielt beim LVM-Landwirtschaftstag 2018 in Münster einen Vortrag mit dem Titel „Wie… mehr

Münster (ots) – Rund 1.000 Teilnehmer, darunter Landwirte und Branchenvertreter aus dem gesamten Bundesgebiet, waren am Dienstag, 23. Oktober, ins Messe und Congress Centrum Halle Münsterland gekommen, den Veranstaltungsort des mittlerweile fünften Landwirtschaftstags der LVM Versicherung. In diesem Jahr stand er unter dem Motto „Landwirtschaft im Aufbruch – digital, modern und nachhaltig“. Mit Spannung erwartet wurde der Vortrag von Gastrednerin Julia Klöckner. Die Bundeslandwirtschaftsministerin erläuterte in ihrem Vortrag, in welche Richtung die Politik die landwirtschaftliche Entwicklung in Zukunft steuern will.

Zuvor hatte LVM-Vorstandsvorsitzender Dr. Mathias Kleuker gegenüber den anwesenden Vertretern aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Politik die Verbundenheit der LVM mit der Landwirtschaft zum Ausdruck gebracht. Schließlich seien es die Landwirte gewesen, die die LVM vor über 120 Jahren als regionalen Haftpflichtversicherungsverein ins Leben gerufen hätten. „Von Landwirten – für Landwirte“ – so habe das Gründungsmotto damals gelautet. Kleuker: „Ohne das Engagement der Bauern im Jahr 1896 gäbe es die LVM Versicherung nicht. Auch wenn wir heute als bundesweit tätige Versicherungsgruppe mit etwa 3,5 Millionen Kunden wesentlich breiter aufgestellt sind, besinnen wir uns immer wieder auf unsere landwirtschaftlichen Wurzeln.“

Digitalisierung als Schlüssel für Weiterentwicklung der Agrarwirtschaft

In ihrer Rede betonte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, dass man nur dann langfristig wettbewerbsfähig sein könne, wenn man tragfähige Antworten auf die zahlreichen Fragen im Zusammenhang mit der wachsenden Weltbevölkerung, Klimawandel, Verbrauchererwartungen und Tierwohl finde. Die Ministerin: „Die Digitalisierung ist für mich ein Schlüssel für die weitere Entwicklung der Agrarwirtschaft in den kommenden Jahren. Sie ist ein Mittel zum Zweck, um zum Beispiel das Tierwohl zu messen und zu vermehren, die Reduktion von Pflanzenschutzmitteln zu erreichen oder auch den Beruf des Landwirts leichter und attraktiver zu gestalten. Sie bietet uns die Instrumente für mehr Nachhaltigkeit, für mehr Transparenz. Das romantisierende Bild von Acker, Stall und Bauer lebt weiter, obwohl sich die Realität weiterentwickelt hat.“ Technisierung und Digitalisierung ermöglichten einen noch nachhaltigeren Umgang mit natürlichen Ressourcen wie Boden, Luft und Wasser, so Klöckner.

In seinem anschließenden Vortrag prognostizierte Zukunftsforscher Matthias Horx, dass vor allem zwei Trends die weitere Entwicklung der Branche prägen werden. Zum einen werde man auf eine großflächigere und zugleich hochtechnisierte Landwirtschaft treffen, die eher in Richtung einer biologischen Rohstoffwirtschaft tendiere. Darüber hinaus werde ein Wachstum einer renaturalisierten Agri-Kultur stattfinden, in der Elemente der alten bäuerlichen Landwirtschaft mit moderner, bewusster Ernährung und dem Bio-Sektor verschmelzen. Horx: „Dabei geht es um Tierwohl, eine ökologisch differenziert gestaltete Landschaft, um neue Formen der ,direkten Gastronomie‘, wo das Feinschmecker-Restaurant direkt vom Feld, aus dem Stall oder dem Teich bedient wird.“

Moderne Technik nutzen und nachhaltig wirtschaften

Dr. Eberhard Nacke, Leiter der Abteilung Produktstrategie bei Claas, stellte dar, wie sich die Landtechnik bis zum Jahr 2030 verändern wird. Landwirte seien auch zukünftig an noch effizienterer Technik interessiert, um die Wirtschaftlichkeit ihrer Betriebe abzusichern. Bevor sich allerdings vollautonome und fahrerlose Systeme durchsetzen, würden Landmaschinen zunächst verschiedene Vorstufen der Automatisierung durchlaufen. Nacke: „Ob die neuen technischen Möglichkeiten angenommen werden, ist letztendlich aber ein Rechenexempel – denn auch Roboter benötigen eine Betreuung.“

Andreas Pelzer, Sachbereich Rinderhaltung bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, setzte einen Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit. Potenzial für mehr Tierwohl und Arbeitsqualität könne auch mit der Digitalisierung der Landwirtschaft einhergehen. Vor allem in der Automatisierung von Arbeitsprozessen ließen sich viele Vorteile bündeln. Pelzer: „Eine nachhaltige Produktion, Vermarktung und Verwendung sind in diesem Zusammenhang als die größten Herausforderungen zu sehen. Darüber hinaus müssen auch die sozialen Aspekte beachtet werden.“ Hierzu, so Pelzer, gehörten auch die Forderungen nach einem verantwortungsbewussten Umgang mit Produkten und Lebensmitteln aus der Tierhaltung mit Blick auf Handel, Gesellschaft und Verbraucher.

Mit seinem Vortrag „Finanzierung der Europäischen Agrarpolitik der Zukunft – was erwartet die deutschen Landwirte?“ eröffnete EU-Kommissar Günther Oettinger dann den zweiten Teil der Veranstaltung am Nachmittag. Daran schloss sich eine Diskussion über die politischen Rahmenbedingungen mit den Landwirten Philipp Schulze Esking (aus Billerbeck), Elmar Schulze-Heil (Amelsbüren), Thomas Haselmann (Glandorf) und dem Präsidenten des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, Johannes Röring, an.

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Bitte beachten Sie auch unser Themendossier zum
LVM-Landwirtschaftstag unter www.lvm.de/pressethemen. Dieses enthält
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Original Quelle Presseportal.de

Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011