▷ Jemen-Bericht: Internationale Gemeinschaft muss Straflosigkeit beenden


Berlin (ots) – Save the Children begrüßt den neuen Bericht der Vereinten Nationen zu Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen in Jemen. In dem Bericht der Expertenkommission werden alle Konfliktparteien für ihre Missachtung der Rechte von Zivilisten verurteilt.

Der Bericht, der von Menschrechtsexperten verfasst und am Dienstag veröffentlicht wurde, stellt fest, dass es zwischen März 2015 und Juni 2018 mindestens 16.706 zivile Opfer mit fast 6.500 Toten zu beklagen waren. Weiterhin wird festgestellt, dass die tatsächliche Zahl der Opfer wahrscheinlich deutlich höher sein dürfte.

Weil diese Gewaltakte nicht verfolgt und bestraft werden, sind Zivilisten inzwischen direktes Ziel von Luftangriffen auf Infrastruktureinrichtungen wie Krankenhäuser und Schulen oder auch auf dicht besiedelte Gebiete, Marktplätze und Wohngebiete oder auch Hochzeiten und Beerdigungen. Das bedeutet auch: Die Kinder im Jemen sind nirgends sicher.

Sylvia Ghaly, Advocacy-Direktorin von Save the Children im Jemen, sagte:

„Dieser Bericht bekräftigt, was wir bereits wussten: dass alle Konfliktparteien gegen das Völkerrecht verstoßen und in einigen Fällen höchstwahrscheinlich Kriegsverbrechen begehen. Wir müssen erleben, dass Kinder den höchsten Preis für diesen Krieg zahlen – sie werden in willkürlichen Angriffen getötet und verstümmelt. Der Bericht liefert dokumentierte Beweise für diese schrecklichen Gräueltaten.“

Save the Children fordert die Staatengemeinschaft zum Handeln auf. „Jetzt muss die internationale Gemeinschaft die Straflosigkeit beenden und die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Außerdem müssen Regierungen, die Waffen an Konfliktparteien verkaufen, ihren Teil an dieser Krise und ihren verheerenden Auswirkungen auf die Menschen in Jemen eingestehen. Wenn sie dies tun würden, würden sie sehen, dass die Fortsetzung dieses gewaltsamen Handels unzumutbar und nicht zu rechtfertigen ist“, sagte Ghaly weiter. „Die Kinder im Jemen werden ihrer Kindheit und ihrer Zukunft beraubt. Wir können diesen Zustand nicht akzeptieren. Kinder und ihre Familien müssen nicht nur während dieses Konflikts geschützt werden, sondern alle Parteien müssen bei den bevorstehenden Friedensgesprächen echte Lösungsversuche anstellen“, forderte Ghaly.

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Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011