▷ Keine Waffen für den Krieg im Jemen

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Berlin (ots) – Save the Children begrüßt die Ankündigung von Bundeskanzlerin Merkel, dass aus Deutschland vorerst keine Waffen mehr an Saudi-Arabien geliefert werden. Die Aufmerksamkeit der internationalen Staatengemeinschaft muss sich jetzt auch auf den Krieg im Jemen richten. Saudi-Arabien ist aktive Kriegspartei in diesem brutalen Konflikt, der ohne jede Rücksicht auf die Zivilbevölkerung ausgefochten wird. Über 22 Millionen Jemeniten, das sind 75% der Bevölkerung, sind für ihr Überleben inzwischen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Seit Beginn des Konflikts vor mehr als drei Jahren sind fast 2.400 Kinder in über 18.000 Bombenangriffen getötet worden, über 3.600 Kinder wurden verletzt.

„Wir unterstützen alle Maßnahmen, die zum Schutz der Kinder im Jemen und zu einer Beendigung dieses Krieges beitragen. Wir weisen schon länger darauf hin, dass Kinder im Jemen an Hunger sterben. 13 Millionen Kinder sind dort heute unterernährt. Der Krieg im Jemen droht eine Hungerkatastrophe auszulösen wie sie die Welt in Jahrzehnten nicht gesehen hat. Unsere Mitarbeiter vor Ort sehen die unterernährten Kinder hinter diesen Statistiken jeden Tag. Wir dürfen nicht warten, bis dies zu einer ausgewachsenen Hungersnot wird“, sagt Susanna Krüger, Geschäftsführerin von Save the Children Deutschland. „Diese Krise ist keine Naturkatastrophe, sie ist vollständig von Menschenhand geschaffen. Die an diesem brutalen Konflikt beteiligten Parteien müssen ihre Waffen niederlegen und an den Verhandlungstisch zurückkehren. Die Länder müssen aufhören, den Konflikt mit Waffen zu schüren. Wir dürfen diesen Krieg keinen einzigen Tag mehr zulassen. Ein Stopp von Waffenlieferungen an Saudi-Arabien ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“, sagt Susanna Krüger.

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Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011