▷ Nairobi Summit: sexuelle und reproduktive Rechte noch immer in weiter Ferne / DSW: …


08.11.2019 – 09:57

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung

Hannover (ots)

Vor 25 Jahren wurde die Bevölkerungspolitik auf den Kopf gestellt: 179 UN-Mitgliedsstaaten einigten sich 1994 bei der Weltbevölkerungskonferenz in Kairo darauf, dass Bevölkerungspolitik auf dem Menschenrecht für freiwillige Familienplanung und sexuelle Selbstbestimmung basieren muss. Die Mitgliedsstaaten haben sich damit die Aufgabe gegeben, die sexuelle und reproduktive Gesundheit aller Menschen unabhängig von Geschlecht, Einkommen oder Herkunft zu schützen.

Darauf macht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des 25. Jubiläums der Konferenz und dem anstehenden „Nairobi Summit“ aufmerksam. 

Das Kairoer Aktionsprogramm hat dazu geführt, dass sich seitdem die Zahl der Frauen, die verhüten können, im östlichen und südlichen Afrika verdoppelt hat. Frauen bekommen dort jetzt im Schnitt 1,7 Kinder weniger als noch vor 25 Jahren. Das 25-jährige Jubiläum bietet aber auch Anlass, an die verbleibenden Aufgaben zu erinnern: Noch immer kommt es jedes Jahr allein in den „Entwicklungsländern“ zu 89 Millionen ungewollten Schwangerschaften. Jede vierte Frau, die dort verhüten möchte, hat keinen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln. Dadurch wird ihr Recht auf körperliche Selbstbestimmung verletzt. 

„Das Interesse an dem Thema Weltbevölkerung ist groß“, so DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. „Doch gleichzeitig erleben wir sowohl in unseren Projekten als auch in unserer politischen Arbeit, starken Gegenwind, wenn es um die Umsetzung der sexuellen und reproduktiven Rechte von Frauen geht. Angesichts dieses Widerstands ist es umso wichtiger, das Menschenrecht auf freiwillige Familienplanung und Selbstbestimmung zu verteidigen und voranzubringen. Hierfür werden wir den Nairobi Summit nutzen.“

Für Interviewanfragen erreichen Sie Renate Bähr vor Ort in Nairobi unter: +49 1724049448 oder renate.baehr@dsw.org 

Weiterführende Informationen

Über den Nairobi Summit

Der Nairobi Summit wird vom 12. bis 14. November in der Hauptstadt Kenias stattfinden. Durch ihn machen Regierungen und zivilgesellschaftliche Organisationen auf das dringend benötigte Engagement der Weltgemeinschaft für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte aufmerksam. Anlass ist das 25. Jubiläum der wegweisenden Weltbevölkerungskonferenz in Kairo, bei der sich 179 Staaten Aktionsprogramm zur Umsetzung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit einigten. Die Konferenz wird von UNFPA und den Regierungen von Kenia und Dänemark ausgerichtet.

Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Weitere Informationen:

Blogbeitrag: Weltbevölkerungskonferenz: Die freie Entscheidung im 
Zentrum (https://www.dsw.org/weltbevoelkerungskonferenz/)

Grafik: "Weltbevölkerung: Entwicklung und Projektionen" 
(https://www.dsw.org/infografiken/#group-14)

Positionspapier: Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte 
(https://www.dsw.org/wp-content/uploads/2019/10/SRGR_final_web.pdf) 

Pressekontakt:

Malene Hummel
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
Hindenburgstr. 25 | 30175 Hannover
Telefon: 0511 94373-20 | Fax: 0511 94373-73
E-Mail: presse@dsw.org
Internet: www.dsw.org

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Original Quelle Presseportal.de

Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011