▷ phoenix persönlich: Kristina Schröder zu Gast bei Alfred Schier – Samstag, 7. …

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05.12.2019 – 14:56

PHOENIX

Bonn (ots)

Die ehemalige Bundes-Familienministerin und heutige Welt-Kolumnistin Kristina Schröder hält die Meinungsfreiheit in Deutschland für bedroht. „Wenn Sie heute konservative Positionen äußern, dann werden Sie mitunter ziemlich hart angegangen“, sagt Kristina Schröder in phoenix persönlich. Zwar sei die Meinungsfreiheit rechtlich nach wie vor unangegriffen, aber im öffentlichen Diskurs, in den Medien sieht sie eine „linke Dominanz“. „Wir haben eine linke Diskussionshoheit, die von einigen dafür genutzt wird, dass abweichende Positionen von vorneherein niedergemacht werden“, sagt Kristina Schröder. Sie selber habe das in ihrer Zeit als Familienministerin zu spüren bekommen. „Ich habe als Frauenministerin Positionen geäußert, zum Lohnunterschied etwa, die haben in der Frauencommunity zu einem Aufschrei geführt, da gab es direkt viel Empörung mir gegenüber.“

Kristina Schröder war von Herbst 2002 bis zur Bundestagswahl 2017 CDU-Abgeordnete im Deutschen Bundestag. Von 2009 bis 2017 war sie als Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Mitglied im Kabinett von Angela Merkel und mit ihren damals 32 Jahren das zweitjüngste Kabinettsmitglied überhaupt. Sie war die einzige Ministerin, die während ihrer Amtszeit ein Kind bekam. Inzwischen ist Kristina Schröder Mutter von drei Kindern und schreibt als Kolumnistin für die Tageszeitung „Die Welt“, aus der aktiven Politik hat sie sich zurückgezogen. Mit Alfred Schier spricht sie in phoenix persönlich über die Meinungsfreiheit in Deutschland, ihr Familienbild und über den aktuellen Zustand der Großen Koalition und der beteiligten Parteien.

Der SPD-Mitgliederentscheid für das neue Führungsduo Esken/Walter-Borjans habe sie „erstaunt“. „Ich glaube nicht, dass sich die SPD damit einen Gefallen tut. Das wird einen klaren Linksruck für die Partei bedeuten, es wird aber auch einen Schritt in Richtung Unprofessionalität bedeuten.“ Schröder sieht Konsequenzen für die Große Koalition: „Ich habe das Gefühl, dass die Groko nur noch von kurzer Dauer sein wird.“ Ihre eigene Partei müsse sich wieder stärker auf die konservativen Positionen besinnen. „Ich wünsche mir, dass die SPD wieder stärker wäre, dass dann mit einer klareren Abgrenzung zur SPD die CDU wieder stärker würde, dann würden die Ränder verlieren.“

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