▷ phoenix persönlich: Michael Krons im Gespräch mit Wolfram Eilenberger – Freitag, 28. …

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Bonn (ots) – Wie wäre die Lage bei uns heute, wenn wir nicht eine relativ stabile wirtschaftliche Situation hätten?“, fragt der Philosoph und Bestseller-Autor Wolfram Eilenberger. „Eine kriselnde Wirtschaft wäre sicher ein Brandbeschleuniger. Schauen Sie nach Griechenland und Italien mit der anhaltend hohen Jugendarbeitslosigkeit. Wenn wir das hier hätten, wäre das eine große Gefahr für unsere Demokratie.“

Wolfram Eilenberger hat sich für sein Buch „Zeit der Zauberer“ intensiv mit den 20er Jahren beschäftigt. Er sieht große Parallelen zur aktuellen politischen Situation: „Ich habe das Gefühl, dass unsere jetzige kulturelle Konstellation – mit all ihren Ängsten, Krisen, Nationalismen, Extremen und medialen Innovationen – Wesentliches mit den Zwanziger Jahren teilt.“

In der Sendung „phoenix persönlich“ spricht Michael Krons mit dem Philosophen Wolfram Eilenberger über eine Welt im Wandel und darüber, wie man Vertrauen in Zeiten der Verunsicherung gewinnen kann.

Für eine Demokratie sei vor allem ein Bekenntnis zur Zukunft wichtig, so Eilenberger, und fordert mit Verweis auf Frankreich, dass Politiker das verkörperten, woran sie glauben: „Herr Macron hat es in einer sehr kritischen Phase der französischen Demokratie geschafft, eine neue Vision, einen neuen Mut, eine neue Perspektive nicht nur zu verkünden, sondern zu verkörpern. Das fehlt uns in Deutschland mit Sicherheit. Und wenn er sagt, habt keine Angst, dann ist das genau das Gegenteil, was derzeit unsere Politiker verkörpern. Denn sie haben sichtbar Angst: Frau Nahles, Herr Seehofer, Frau Merkel verkörpern (…) die Angst, dass sie nicht wissen, wie sie noch gemeinsam in die Zukunft gehen sollen.“

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Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011