▷ POL-HN: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Heilbronn vom 14.12.2018 mit einem …


Heilbronn (ots) – Mosbach/Walldürn/Wertheim: WARNUNG – Trickbetrüger schlagen wieder zu

Leider kommt es immer wieder zu dem sogenannten „Enkel-Trick“, bei dem sich Betrüger als vermeintliche Verwandte das Vertrauen älterer Personen erschleichen und diese um Geld bitten. Die Lage wird meist äußerst dringlich dargestellt und die Betroffenen durch wiederholte Anrufe unter Druck gesetzt.

In dieser Woche sind mehrere Fälle im Bereich des Polizeipräsidiums Heilbronn bekannt geworden. Glücklicherweise konnte sich der Täter nur in einem dieser Fälle bereichern, da die Betrugsmasche bei den anderen beiden Fällen vor der Geldübergabe bekannt wurde und die Übergabe somit nicht stattfand.

So trug sich die Geschichte auch am Donnerstag in Mosbach zu. Um die Mittagszeit meldete sich ein bislang unbekannter Mann per Telefon bei einer 76-Jährigen. Er gab sich als ihr Neffe aus und gab an, dass er gerade in Heidelberg sei und 40.000 Euro für den Kauf einer Eigentumswohnung benötige. Die ältere Dame sollte ihm mit dieser Summe aushelfen. Da der Anrufer erkältet klang, dachte die Mosbacherin tatsächlich, dass es sich um ihren Neffen handelte und sagte zu, dass sie das Geld besorge und hob den Betrag daraufhin bei ihrer Bank ab. Hiernach meldete sich der Anrufer erneut und teilte mit, dass er das Geld kurze Zeit später persönlich abholen kommt. In der Zwischenzeit sprach die 76-Jährige ihren echten Neffen per Whatsapp auf die Wohnung in Heidelberg an. Da dieser davon nichts wusste, meldete sich die Frau sofort per Notruf bei der Polizei. Der unbekannte Täter meldete sich im weiteren Verlauf nicht mehr bei der 76-Jährigen.

Auch in Walldürn ereignete sich im Laufe der Woche ein ähnlicher Fall. Am Montag meldeten sich eine unbekannte männliche Personen telefonisch bei einer 85-Jährigen und teilten ihr einen ähnlichen Sachverhalt mit. Die 85-Jährige begab sich am Folgetag dann auf ihre Bank und wollte ihr gesamtes Geld abheben. Glücklicherweise erkannte ein aufmerksamer Bankangestellter die Betrugsmasche und klärte die ältere Dame auf. Daraufhin wurde die Polizei verständigt.

Nicht so glimpflich davon gekommen ist leider eine 88-Jährige aus Wertheim. Sie erhielt am Mittwoch Nachmittag einen Anruf von der ‚angeblichen‘ Tochter ihres Neffen. Diese gab vor, eine Wohnung in Aschaffenburg kaufen zu wollen. Die ältere Frau glaubte der Anruferin und erklärte sich bereit, ihr einen Betrag in Höhe von 15.000 Euro zu leihen. Kurze Zeit später meldete sich die Anruferin erneut und teilte mit, dass sich eine Bankmitarbeiterin vor der Tür befindet, um das Geld abzuholen. Vor der Türe befand sich tatsächlich eine Frau, welche den Geldbetrag wortlos entgegennahm und sich hiernach entfernte.

Da sich die Fallzahlen dieser Art von Betruges in letzter Zeit drastisch häufen, rät die Polizei bei Anrufen zu Misstrauen, bei denen sich die Person nicht selbst mit Namen vorstellt, sie finanzielle Verhältnisse erfragt oder Geld fordert. Überweisen oder übergeben Sie in diesem Zusammenhang niemals Geld an unbekannte Personen. Sollte Ihnen ein Anruf verdächtig erscheinen, verständigen Sie umgehend die Polizei über 110.

Weitere Informationen und Präventionstipps finden Sie unter www.polizei-beratung.de

Mosbach: Angriff auf Polizeibeamte in der Innenstadt

Am Donnerstagabend, gegen 21.30 Uhr, begab sich eine Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Mosbach zu einer randalierenden Personengruppe an die Krippe des Mosbacher Weihnachtsmarkts in die Innenstadt Mosbach. Schon bei Erblicken des Streifenwagens ergriff die gesamte Gruppe die Flucht. Zwei der Personen rannten in Richtung Busbahnhof. Die Verfolgung dieser jungen Männer wurde aufgenommen. Zuerst mit dem Streifenwagen, danach zu Fuß. Nachdem einer der Polizeibeamten bereits nach wenigen Metern zu einem der Flüchtenden aufgeschlossen hatte, erhielt er von diesem sofort einen Schlag mit dem Ellenbogen ins Gesicht und ging zu Boden. Kurz darauf konnte der 24-Jährige jedoch schon von dessen Streifenpartner überwältigt werden. Die Freunde des jungen Mannes kamen hiernach hinzu und deren Personalien wurden aufgenommen. Der Randalierer selbst musste die Beamten auf das Polizeirevier begeleiten. Ein Test ergab, dass er circa 1,3 Promille Alkohol intus hatte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er dann entlassen. Auf Grund seiner stark blutenden Gesichtsverletzung wurde der angegriffene Polizist ins Krankenhaus Mosbach verbracht.

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