▷ rbb-exklusiv: Frank Richter zu Chemnitz: Zivilgesellschaft muss saniert werden

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Berlin (ots) – Der ehemalige Direktor der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, Frank Richter, sieht die Ursache der aufgeheizten Stimmung in Chemnitz in einer schwachen Zivilgesellschaft. Im ARD-Mittagsmagazin sagte er am Freitag: „Wenn die Emotionen so durchgehen, dann braucht man sehr, sehr viel Zeit, um das wieder zu beruhigen und zu versachlichen.“ Bei der Flüchtlingsintegration der vergangenen Jahre sei „vieles über die kommunalpolitische Basis hinweggegangen“. Die große Politik habe große Entscheidungen getroffen, die Praxis habe an der Basis geleistet werden müssen.

„So wie wir die Straßen und Brücken einer Stadt bauen, so müssen wir auch die Zivilgesellschaft einer Stadt bauen,“ sagte der 58-Jährige, der sich als unabhängiger Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters in der sächsischen Stadt Meißen bewirbt. „Die ethische, die politische, die soziale Struktur einer Gesellschaft, gerade dort, wo die Zivilgesellschaft schwach ist, muss immer wieder erneuert und saniert werden.“

Wenn man diese Aufgabe angehe, könne man Bürgerschaften zusammenführen, „die in solchen Extremsituationen stark genug sind, sich zur Wehr zu setzen gegen Rechtsextremisten, die so ein furchtbares Tötungsdelikt für sich missbrauchen wollen.“

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Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011