▷ Schön/Weinberg: Am Weltkindertag über Teilhabe- und Beteiligungsmöglichkeiten von …


Berlin (ots) – Maßnahmen zu mehr Kinderfreundlichkeit werden auf den Weg gebracht

Zum morgigen Weltkindertag hat das Deutsche Kinderhilfswerk Ergebnisse einer Umfrage zum Thema „Deutschland – ein kinderfreundliches Land?“ veröffentlicht. Dazu erklären die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Nadine Schön, und der familienpolitische Sprecher, Marcus Weinberg:

Nadine Schön:

„Ein enttäuschendes Ergebnis der Umfrage ist, dass nach dem Urteil von 39 Prozent der Befragten Deutschland kein kinderfreundliches Land ist. Hier müssen wir besser werden. Damit es Familien gut geht, brauchen sie Rahmenbedingungen, in denen sie sich entfalten und den von ihnen gewünschten Lebensentwurf leben können. Dazu gehören die finanzielle Unterstützung und die Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Betreuungsangeboten, Grünanlagen mit modernen Spielplätzen und Unterhaltungs- und Ferienangebote. Doch Familien brauchen mehr. Sie müssen das Gefühl haben, in der Gesellschaft willkommen zu sein. Und hier hat Deutschland noch viel Nachholbedarf: In vielen Geschäften und Behörden fehlen Still- und Wickelräume. Selbst in großen Einkaufszentren gibt es meist keine Stillzimmer, in öffentlichen Toiletten oft keine Wickeltische. Familienschalter fehlen am Flughafen, Familienkassen in Supermärkten und Familienabteile in Zügen. Es gibt keine Eltern-Kind-Parkplätze in den Städten und zu wenig Spielecken und Kinderstühle in Restaurants.

Doch Familienfreundlichkeit ist nicht nur eine Aufgabe für Politik, Behörden, Geschäfte und Restaurants. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, dass Deutschland familienfreundlicher wird. Seien wir toleranter gegenüber Kindern und Familien! Akzeptieren wir, wenn Mütter ihre Kinder in der Öffentlichkeit stillen und freuen wir uns über lachende und manchmal laut spielende Kinder.“

Marcus Weinberg:

„Am Weltkindertag müssen wir uns fragen, wie wir insbesondere die Stimmen derjenigen besser wahrnehmen, die für sich selbst nicht so gut kämpfen können. Wenn Erwachsene über Partizipation von Kindern und Jugendlichen reden, denken sie meist an Partizipationsmöglichkeiten für starke, politisch interessierte junge Menschen. Foren, in denen sich Kinder und Jugendliche einbringen, sind grundsätzlich wichtig. Aber die Kinder- und Jugendpolitik muss gerade die Perspektive derjenigen abfragen, die still und zurückgezogen sind, die sich vielleicht nicht gewandt äußern und nicht adäquat auftreten können. Gerade Kinder und Jugendlichen, die sich in staatlicher Obhut befinden, die bei kranken Eltern, in vernachlässigenden oder gewaltbelasteten Familien aufwachsen, müssen zu Wort kommen. Wir brauchen daher Gremien, die genau für diese Gruppen erreichbar sind, und Studien, die insbesondere die Perspektive dieser Kinder abfragen.

Und wir setzen das Thema „Bekämpfung der Kinderarmut“ ganz oben auf unsere Agenda. Denn Kinderarmut ist nicht nur materielle Armut, sondern führt häufig auch zu sozialer und kultureller Armut und beeinträchtigt somit die Zukunftschancen der Kinder. Genau vor diesem Hintergrund werden wir in den kommenden Monaten wichtige Maßnahmen auf dem Weg bringen, um Kinderarmut zu bekämpfen. Wir werden den Kinderzuschlag und die Kinderbetreuungsangebote verbessern, wir werden einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter einführen und auch das Bildungs- und Teilhabepaket ausbauen und entbürokratisieren. Dazu gehört insbesondere die Aufstockung des Schulstarterpakets, die Abschaffung der Eigenanteile zur gemeinschaftlichen Mittagsverpflegung in Kitas und Schulen sowie für die Schülerbeförderung.“

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Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011