▷ VDI fordert höhere Investitionen für KI-Strategie / Dreifache Summe ist notwendig, …


Düsseldorf (ots) – Mit der KI-Strategie will die Bundesregierung Deutschland attraktiver für Spitzenforscher machen und den Zugang zu Daten verbessern. Drei Milliarden Euro sollen dafür bis 2025 investiert werden. „Angesichts der Anstrengungen in anderen Ländern reicht diese Summe bei weitem nicht aus“, sagt VDI-Direktor Ralph Appel. „Eher die dreifache Summe, also rund neun Milliarden, ist aus meiner Sicht notwendig, um beim zukünftigen KI-Markt vorne mitzuspielen. Verglichen mit dem zusätzlichen Wertschöpfungsbeitrag, den KI leisten kann, ist das eine noch überschaubare Investition in unsere digitale Zukunft.“

Nötig ist aus VDI-Sicht zudem ein schneller Ausbau des Glasfasernetzes und klare Arbeitsplatzanreize auch für ausländische IT- und KI-Spezialisten. „Wir müssen beim Zukunftsthema Digitalisierung schneller handeln“, so Appel.

Laut KI-Strategie der Bundesregierung sollen zukünftig ‚KI-Trainer‘ kleine und mittelständische Firmen beraten und bei der Implementierung von KI helfen. Die Unterstützung von KMUs in allen Fragen rund um KI ist wichtig und muss ausgebaut werden. Hier ist die Bundesregierung auf dem richtigen Weg. Appel: „Die Anzahl von 20 KI-Trainern ist allerdings zu wenig. Zukünftig brauchen wir eher mindestens 200 KI-Trainer.“

Ingenieure werden eine zentrale Rolle dabei spielen, KI in technische Systeme zu integrieren. Vor dem Hintergrund aktueller Arbeitsmarktzahlen wird die Umsetzung vieler der von der Bundesregierung geplanten Maßnahmen nicht einfacher. Die Arbeitskräftenachfrage in den Ingenieurberufen, inklusive der Informatiker, hat laut aktuellem VDI-/IW-Ingenieurmonitor im zweiten Quartal 2018 mit knapp 130.000 offenen Stellen ein neues Rekordniveau erreicht – Tendenz steigend.

Informationen zu VDI-Veranstaltungen und Publikationen zum Thema KI unter www.vdi.de/kuenstliche-intelligenz.

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Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011