▷ Wie kaum ein anderes Land blicken Polen aus historischer Perspektive auf ihren …

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100 Grnde, Polen zu mgen https://www.facebook.com/events/531868713943276/ Weiterer Text ber ots und www.presseportal.de/nr/37643 / Die Verwendung dieses Bildes ist fr redaktionelle Zwecke honorarfrei. Verffentlichung bitte unter Quellenangabe:
100 Gründe, Polen zu mögen https://www.facebook.com/events/531868713943276/ Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/37643 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: „obs/Polnisches Institut Düsseldorf“

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Düsseldorf (ots) – Am 11. November 2018, am Polnischen Nationalfeiertag, feiert Polen den 100. Jahrestag der Wiedererlangung der Unabhängigkeit 1918-2018. Um die Bedeutung des 100. Jahrestags der Wiedererlangung der Unabhängigkeit für die Polen heute zu verstehen, muss man die historischen Ereignisse, die dazu geführt haben, richtig einschätzen. Denn die Polen beziehen sich gleichzeitig auf die vorhergehenden langen 123 Jahren Teilungen, die die polnische Geschichte unterbrochen haben, und knüpfen damit an die Zeit und die Tradition ihres Landes vor den Teilungen. Das ist die Perspektive, mit der die Polen auf Ihre Geschichte vor dem europäischen Hintergrund blicken.

„Noch ist Polen nicht verloren, solange wir leben. Was uns fremde Übermacht nahm, werden wir uns mit dem Säbel zurück holen“ – das sind die Anfangspassagen der polnischen Nationalhymne, eines Lieds, das Jozef Wybicki 1797 für die Polnischen Legionen während der Napoleonischen Kriege bereits zwei Jahre nach der dritten Teilung Polens geschrieben hat. Seither bis zum Jahr 1918 nahmen Generationen von Polen die in dem Lied ausgedrückte Aufforderung auf, das Vaterland zurück zu gewinnen.

Die Republik Polen – die Republik beider Nationen, eine Föderation des Polnischen Königreiches und des Großen Litauischen Fürstentums – bildete bis zum Jahr 1772 den größten Staat Europas. Das Land verlor seine Unabhängigkeit infolge der Aggression von drei Nachbarländern: Preußen, Russland und Österreich. Diese Länder nutzten die momentane politische und militärische Schwäche der Republik, griffen sie in den Jahren 1772 – 1793 – 1795 dreimal an und teilten unter sich das gesamte Landesgebiet auf. Sie haben ein Land aufgeteilt, das ein modernes Staatssystem lange vor der Zeit der Aufklärung aufgebaut hat.

Nach dem Verlust des eigenen Staates kämpften Generationen von Polen militärisch, politisch und kulturell, um ihr Vaterland auf die europäische Karte zurück zu bringen. Von den Polnischen Legionen während der Napoleonischen Kriege 1797 – 1815 über die zahlreichen Aufstände im 19. Jahrhundert bis hin zu den ersten polnischen militärischen Einheiten des „Verbandes der Schützenstaffeln“ Anfang des 20. Jahrhunderts, die Jozef Pilsudski organisierte.

Als 1914 der Große Krieg – der 1. Weltkrieg – ausbrach, in dem die bisherigen Teilungsmächte Polens zu Gegnern wurden, nahmen an dem Kampf auch die Polnischen Legionen teil, die von Jozef Pilsudski gegründet wurden, des baldigen polnischen Staatsoberhaupts und Oberbefehlshabers. Während des vier Jahre lang dauernden Krieges kämpften die Polen mit der Waffe in der Hand, aber auch in politischen Salons Europas und Amerikas um die Wiedererlangung der Unabhängigkeit. Zahlreiche polnische Politiker beteiligen sich damals aktiv am politischen Leben der Teilungsmächte, um das unabhängige Polen auch mit parlamentarischen Mitteln zurück zu gewinnen: Wojciech Korfanty – ein großer Pole und Schlesier – übernahm den Vorsitz im Polnischen Kreis im Berliner Reichstag, Roman Dmowski wirkte im russischen Parlament Duma, die Polen waren auch eine der dominierenden Parlamentariergruppen im österreichischen Wien. In den USA führte eine rege Tätigkeit zugunsten Polens der große Pianist, Komponist und Freund des amerikanischen Präsidenten Ignacy Jan Paderewski.

Die langen Bestrebungen der vielen Generationen von Polen seit 1795 wurden am 11. November 1918 gekrönt, als am Ende des Ersten Weltkriegs und nach 123 Jahren eine freie unabhängige Republik Polen auf die politische Karte Europas zurückgekehrt ist.

Pressekontakt:

Andrzej Kolinski, Polnisches Institut Düsseldorf,
andrzej.kolinski@instytutpolski.org, Tel. +49-211-8669612

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Original Quelle Presseportal.de

Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011