2018 erstmals seit 2002 wieder mehr als 70 % der Erwerbstätigen in Normalarbeitsverhältnissen


Pressemitteilung Nr. N004 vom 9. Oktober 2019

Beschäftigte in einem Normalarbeitsverhältnis 2018

Beschäftigte in einem Normalarbeitsverhältnis 2018

WIESBADEN – 70,3 % der Kernerwerbstätigen in Deutschland waren 2018 in einem Normalarbeitsverhältnis angestellt – also sozialversicherungspflichtig, unbefristet mit mindestens 21 Wochenstunden und nicht in Zeitarbeit. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lag der Anteil der Beschäftigten in einem Normalarbeitsverhältnis an allen Kernerwerbstätigen (Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren, ohne Personen in Ausbildung oder Freiwilligendienst) damit erstmals seit 2002 wieder über der Marke von 70 %. Zuvor war der Anteil rückläufig mit einem Tiefstand von 65,4 % im Jahr 2007. Dieser aktuellen Zunahme steht ein Rückgang der atypischen Beschäftigung gegenüber. Er fiel von 22,6 % im Jahr 2007 auf 20,1 % im Jahr 2018. Zugleich sank der Anteil der Selbstständigen von 11,1 % auf 9,3 %.

Anteil der Personen in einem Normalarbeitsverhältnis an allen Kernerwerbstätigen

 

Beschäftigte in einem Normalarbeitsverhältnis und Erwerbstätige insgesamt
Jahr Beschäftigte in
einem Normal-
arbeitsverhältnis
Kernerwerbs-
tätige
Anteil der Beschäftigten
in einem Normalarbeitsverhältnis
an den Kernerwerbstätigen
in 1 000 in %
1998 23 800 32 903 72,3
1999 23 727 33 298 71,3
2000 23 850 33 530 71,1
2001 23 828 33 714 70,7
2002 23 620 33 433 70,6
2003 22 903 32 937 69,5
2004 22 436 32 544 68,9
2005 22 138 33 116 66,8
2006 22 173 33 879 65,4
2007 22 554 34 480 65,4
2008 22 981 34 910 65,8
2009 23 057 34 802 66,3
2010 23 131 35 145 65,8
2011 23 185 35 109 66,0
2012 23 682 35 444 66,8
2013 24 063 35 631 67,5
2014 24 515 35 879 68,3
2015 24 832 36 155 68,7
2016 25 641 37 051 69,2
2017 25 757 37 159 69,3
2018 26 214 37 282 70,3

 Definitionen und methodische Hinweise:

  • Kernerwerbstätige: Erwerbstätige im Alter von 15 bis 64 Jahren, die sich nicht in Bildung, Ausbildung oder einem Wehr-/Zivil- sowie Freiwilligendienst befinden. Die angegebene Gesamtzahl umfasst auch mithelfende Familienangehörige, die in der Tabelle nicht gesondert ausgewiesen sind.
  • Beschäftigte in einem Normalarbeitsverhältnis: In einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis, das in Vollzeit oder in Teilzeit ab 21 Wochenstunden und unbefristet ausgeübt wird. Normalarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmer arbeiten zudem direkt in dem Unternehmen, mit dem sie einen Arbeitsvertrag haben. Bei Zeitarbeitnehmerinnen und -arbeitnehmern, die von ihrem Arbeitgeber – der Zeitarbeitsfirma – an andere Unternehmen verliehen werden, ist das nicht der Fall. Die Personen mit einem Normalarbeitsverhältnis werden aus den Jahresergebnissen des Mikrozensus berechnet.
  • Atypische Beschäftigung: Zu den atypischen Beschäftigungsformen werden – in Abgrenzung vom Normalarbeitsverhältnis – Teilzeitbeschäftigungen mit 20 oder weniger Arbeitsstunden pro Woche, geringfügige Beschäftigungen, befristete Beschäftigungen sowie Zeitarbeitsverhältnisse gezählt.
  • Methodischer Hinweis zu den Erhebungsjahren: Bis 2004 Ergebnisse für eine Berichtswoche im Frühjahr; ab 2005 Jahresdurchschnittsergebnisse sowie geänderte Erhebungs- und Hochrechnungsverfahren. Ab 2011 geänderte Erfassung des Erwerbsstatus; Hochrechnung anhand der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2011. Ab 2016 aktualisierte Auswahlgrundlage der Stichprobe auf Basis des Zensus 2011. Ab 2017 Bevölkerung in Privathaushalten (ohne Gemeinschaftsunterkünfte), Erfassung der Zeitarbeit mit Auskunftspflicht.

Weitere Informationen:



Quelle : destatis.de

Bilder „Wertheim zeigt Flagge“ Demo gegen den Brandanschlag Lea Reinhardshof 20.09.2015