Alpaka-Baby stirbt nach Tierquälerei – PETA setzt 1000 Euro Belohnung für Hinweise aus


Niedenstein / Stuttgart, 19. Juli 2019 – Suche nach Tierquäler: Einer Polizeimeldung zufolge schnitt ein Unbekannter am 11. Juli zwischen 8:00 und 16:15 Uhr die Ohrspitzen eines Alpaka-Babys in Niedenstein ab. Das einen Tag alte Tier stand mit weiteren Alpakas auf einer umzäunten Weide an der Straße „Am Frießelsbach“. Die Wunden wurden durch einen Tierarzt behandelt. Dennoch überlebte das Alpaka-Baby den Anschlag nicht. Die Tierhalterin fand es am Mittwochmorgen tot neben seiner Mutter liegend. Im gleichen Zeitraum der Misshandlung am Donnerstag vergangener Woche verschwand ein Bobtail von dem komplett eingezäunten Gartengrundstück, auf dem er sich zusammen mit einem Hütehund und den Alpakas befand. Er wurde gegen 16:30 Uhr wiedergefunden. Wie der Hund aus dem umzäunten Grundstück kommen konnte, ist unklar. Möglicherweise hat es etwas mit der Verstümmelung des Alpakas zu tun. Die Polizeistation Fritzlar nimmt unter der Telefonnummer 05622-99660 Hinweise zu der Tierquälerei entgegen.

PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die den oder die Täter überführen, aus. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.
 
„Der Unbekannte, der das Alpaka-Baby verletzt hat, muss gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Es kann nicht sein, dass jemand einfach wehrlose Lebewesen misshandelt. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Arbeit der Polizei unterstützen und Menschen für das Thema Tierquälerei sensibilisieren. Wer Tiere zum Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten an Menschen zurück.“
 
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
 
PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
 
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Staatsanwalt
PETA.de/Whistleblower
PETA.de/Higg-Index-belegt-Alpaka-Wolle-zerstoert-die-Umwelt
PETA.de/haeufig-gestellte-Fragen-Wolle
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, [email protected]



Quelle : PETA.de

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