ARD-DeutschlandTrend: Flüchtlingspolitik nimmt für Mehrheit zu viel Raum ein; andere Themen kommen zu kurz


Köln (ots) – +++ Achtung Sperrfrist (Print, Radio und Online): 22.15 Uhr +++ Nachrichtenagenturen: Keine Sendesperrfrist, bitte mit Sperrfristvermerk veröffentlichen Ausgewählte Zahlen werden ab 18 Uhr bei Tagesschau.de veröffentlicht und dürfen dann bereits verwendet werden.

In den vergangenen Tagen war die Asyl- und Flüchtlingspolitik immer wieder Thema in der Politik. 56 Prozent (Unionsanhänger: 56 Prozent, AfD-Anhänger: 41 Prozent) der Befragten meinen, dass das Thema Asyl und Flüchtlinge in der aktuellen politischen Auseinandersetzung zu viel Raum einnimmt; 33 Prozent (Unionsanhänger: 34 Prozent, AfD-Anhänger: 39 Prozent) finden, dass das Thema Asyl und Flüchtlinge einen angemessenen Raum einnimmt und 9 Prozent (Unionsanhänger: 8 Prozent, AfD-Anhänger: 19 Prozent) sind der Ansicht, dass das Thema zu wenig Raum einnimmt. Das hat eine Umfrage des ARD-DeutschlandTrends im Auftrag der Tagesthemen von Dienstag bis Mittwoch dieser Woche ergeben

Der Handelskonflikt mit den USA nimmt für 14 Prozent der Befragten zu viel Raum in der aktuellen politischen Auseinandersetzung ein; für 51 Prozent einen angemessenen Raum und für 30 Prozent zu wenig Raum. Beim Thema Digitalisierung meinen 10 Prozent der Befragten, dass es zu viel Raum in der aktuellen politischen Auseinandersetzung einnimmt; 39 Prozent meinen, dass es einen angemessenen Raum und 41 Prozent, dass es zu wenig Raum einnimmt. Schutz vor Kriminalität und Verbrechen nimmt für 7 Prozent zu viel Raum ein, für 45 Prozent einen angemessenen Raum und für 45 Prozent zu wenig Raum.

Beim Klimawandel und die Energiewende ist eine Mehrheit der Ansicht, dass diese Themen zu wenig Raum in der politischen Auseinandersetzung einnehmen (56 Prozent); 32 Prozent sind der Ansicht es nimmt angemessenen Raum ein und 9 Prozent meinen, es nimmt zu viel Raum ein. Das Thema Sozialpolitik wie die Entwicklung der Renten nimmt für 2 Prozent der Befragten zu viel Raum in der aktuellen politischen Auseinandersetzung ein, für 33 Prozent einen angemessenen und für 62 Prozent zu wenig Raum. Zu wenig Raum in der aktuellen politischen Auseinandersetzung finden für die Befragten auch die Schaffung bezahlbaren Wohnraums (70 Prozent der Befragten); 23 Prozent meinen, das Thema nimmt angemessenen Raum ein und 2 Prozent meint, das Thema nimmt zu viel Raum ein. Schul- und Bildungspolitik nimmt nur für 1 Prozent der Befragten zu viel Raum in der aktuellen politischen Auseinandersetzung ein, für 23 Prozent einen angemessenen und für 73 Prozent zu wenig Raum. Am deutlichsten ist das Meinungsbild beim Thema Pflege: Das Thema nimmt für 79 Prozent der Befragten zu wenig Raum in der aktuellen politischen Auseinandersetzung ein; für 18 Prozent nimmt das Thema angemessenen Raum ein und für 2 Prozent zu viel.

Befragungsdaten

   - Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland
   - Fallzahl: 1.005 Befragte;
   - Erhebungszeitraum: 03.07.2018 bis 04.07.2018
   - Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
   - Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame
   - Schwankungsbreite: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte 

* bei einem Anteilswert von 5%; ** bei einem Anteilswert von 50%

Die Fragen im Wortlaut:

Wie sehen Sie das: Nimmt in der aktuellen politischen Auseinandersetzung das Thema Asyl und Flüchtlinge zu viel, zu wenig oder angemessenen Raum ein?

Und wie ist das mit den folgenden Themen: Nimmt […] zu viel, zu wenig oder angemessenen Raum in der politischen Auseinandersetzung ein? [random] a. die Sozialpolitik wie die Entwicklung der Renten b. die Digitalisierung c. die Schaffung bezahlbaren Wohnraums d. die Situation in der Pflege e. der Klimawandel und die Energiewende f. die Schul- und Bildungspolitik g. der Schutz vor Kriminalität und Verbrechen h. der Handelskonflikt mit den USA

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Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011