ARD-DeutschlandTrend: Mehrheit wünscht sich von der Kanzlerin mehr Leidenschaft für die EU

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Köln (ots)

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Der französische Präsident Emmanuel Macron ist jetzt ein Jahr im Amt.
Er hat in dieser Zeit einige Ideen für die Zukunft der Europäischen 
Union entwickelt: 82 Prozent der Befragten finden es gut, dass der 
französische Präsident die Europäische Union mit einer Reihe von 
Vorschlägen voranbringen will; 15 Prozent sehen das anders. Außerdem 
fänden es 58 Prozent der Befragten gut, wenn sich Bundeskanzlerin 
Angela Merkel mit mehr Leidenschaft für die Europäische Union 
einsetzen würde, 38 Prozent sehen das anders. Etwas kritischer 
blicken die Deutschen auf eine engere Zusammenarbeit in Finanzfragen:
48 Prozent stimmen der Aussage zu "Macrons Vorschlag einer engeren 
Zusammenarbeit in der Finanzpolitik geht mir zu weit". 42 Prozent 
stimmen der Aussage eher nicht zu.  

Bezogen auf die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich 
ergibt sich ein klares Bild: Die Mehrheit ist der Ansicht, dass sich 
seit dem Amtsantritt Macrons die Beziehungen zwischen Deutschland und
Frankreich nicht viel verändert haben - 69 Prozent vertreten diese 
Meinung. 19 Prozent der Befragten meinen, dass sich die Beziehungen 
zwischen den beiden Ländern eher verbessert haben; 6 Prozent sind der
Ansicht, die Beziehungen haben sich eher verschlechtert.

Derzeit wird auch viel über die Zukunft der Europäischen Union 
diskutiert. In dem Zusammenhang sind 53 Prozent der Deutschen der 
Meinung, dass die europäischen Länder in den nächsten Jahren ihre 
Zusammenarbeit vertiefen und weitere Zuständigkeiten an die EU 
abgeben sollten. 18 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass sich
nichts Wesentliches ändern sollte und 24 Prozent meinen, dass die 
Länder der EU wieder stärker alleine handeln und sich Zuständigkeiten
von der EU zurückholen sollten. In der Mitgliedschaft Deutschlands in
der EU sehen 39 Prozent der Befragten eher Vorteile (-2 Punkte im 
Vergleich zum DeutschlandTrend im März 2017); 45 Prozent meinen, dass
sich Vor-und Nachteile der EU-Mitgliedschaft die Waage halten (+1) 
und 14 Prozent (+1) sehen in der EU-Mitgliedschaft Deutschlands eher 
Nachteile. 

Befragungsdaten
-	Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland 
-	Fallzahl: 1.007 Befragte; Frage Vertiefung der EU: rund 500 
Befragte
-	Erhebungszeitraum: 07.05.2018 bis 08.05.2018
-	Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)
-	Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/Dual Frame
-	Schwankungsbreite: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
Bei 500 Befragten: 1,9* bis 4,4** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5% ** bei einem Anteilswert von 50%

Die Fragen im Wortlaut: 
Über die Europäische Union gibt es ja unterschiedliche Ansichten. 
Geben Sie bitte zu jeder der folgenden Ansichten an, ob Sie dieser 
eher zustimmen oder eher nicht zustimmen.

-	Ich finde es gut, dass der französische Präsident Macron die 
Europäische Union mit einer Reihe von Vorschlägen voranbringen will. 
-	Macrons Vorschlag einer engeren Zusammenarbeit in der Finanzpolitik
in der EU geht mir zu weit. 
-	Ich fände es gut, wenn sich Bundeskanzlerin Merkel mit mehr 
Leidenschaft für die Europäische Union einsetzen würde. 

Wenn Sie einmal an das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich
seit dem Amtsantritt des neuen französischen Präsidenten Emmanuel 
Macron vor einem Jahr denken: 
Haben sich Ihrer Meinung nach die Beziehungen zwischen den beiden 
Ländern in den letzten 12 Monaten alles in allem eher verbessert oder
eher verschlechtert oder nicht viel verändert?

Derzeit wird viel über die Zukunft der Europäischen Union diskutiert.
Wie ist Ihre generelle Haltung: Sollten die europäischen Länder in 
den nächsten Jahren ihre Zusammenarbeit vertiefen und weitere 
Zuständigkeiten an die EU abgeben? Oder sollten sie wieder stärker 
alleine handeln und Zuständigkeiten von der EU zurückholen? Oder 
sollte sich an der Zusammenarbeit der europäischen Länder nichts 
Wesentliches ändern? 

Was meinen Sie: Hat Deutschland insgesamt gesehen von der 
Mitgliedschaft in der Europäischen Union eher Vorteile, eher 
Nachteile oder halten sich Vor- und Nachteile die Waage? 

Pressekontakt:

WDR Pressedesk
Tel. 0221 220 7100
wdrpressedesk@wdr.de

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Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011