Ausstellung über Buntsandstein im Wertheimer Grafschaftsmuseum

Bild: Der Burggraben mit Holderturm in Wertheim – typisch für den Buntsandstein in der Region. Foto: Kurt Bauer

Unter dem Titel „Steinreich“ zeigt das Grafschaftsmuseum von Samstag, 25. Juli, bis 14. Februar eine neue Sonderausstellung. Thema ist der für die Region prägende Buntsandstein, von dem es in Wertheim und Umgebung viele Zeugnisse gibt. Die Ausstellung wirft einen Blick in die Vergangenheit der Steinhauer und Steinmetze. Ihre Lebens- und Beschäftigungssituation war – ohne Arbeitsschutzmaßnahmen heutigen Standards – geprägt von schwerer körperlicher, staubiger und unfallträchtiger Arbeit. Die gefürchtete Staublunge raffte zahlreiche Steinhauer in jungen Jahren dahin und ließ ihre Familien finanziell schlecht versorgt zurück.

Alte Handwerkskunst in steinreicher Region

Die unterschiedlichsten Bauwerke und Gegenstände entstanden unter den Händen geschickter Handwerker aus dem abgebauten Buntsandstein. In Wertheim und den umliegenden Ortschaften arbeiteten die Steinmetze in ihren Hütten für Großaufträge in ganz Europa oder für ortsansässige Kunden. Diesen Berufsstand beleuchtet die Ausstellung ebenso wie den der Pflasterer, die Steine aus Buntsandstein zurichteten und verlegten.

Zur Sonderausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm. Den Auftakt bildet am Mittwoch, 29. Juli, um 19.30 Uhr ein Vortrag im über „Die Kunst der Steinbildhauerei“. Der Referent Alexander Schwarz aus Dorfprozelten ist Autor des einzigen deutschsprachigen Buches über das Steinbildhauerhandwerk. Bei seinem Vortrag gibt er eine Einführung in dieses Handwerk und macht Laien Mut, sich mit der Steinbildhauerei zu beschäftigen. Der Vortrag findet im Modersohnsaal statt, der Eintritt kostet 3 Euro.

Weitere Informationen gibt es im Grafschaftsmuseum unter Telefon 09342/301-510 oder im Internet unter www.grafschaftsmuseum.de.