Baupreise für Wohngebäude im August 2019: +4,1 % gegenüber August 2018


Pressemitteilung Nr. 398 vom 10. Oktober 2019

WIESBADEN – Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Deutschland steigen weiter stark: Im August 2019 lagen sie um 4,1 % höher als im Vorjahresmonat. Im Mai 2019 hatte der Preisanstieg im Jahresvergleich bei 4,7 % gelegen. Im Vergleich zum Mai 2019 erhöhten sich die Preise im August 2019 um 0,7 %. Alle Preise beziehen sich auf Bauleistungen am Bauwerk einschließlich Umsatzsteuer.

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Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden stiegen von August 2018 bis August 2019 um 4,2 %. Den größten Anteil an den Rohbauarbeiten und am Gesamtindex für den Neubau von Wohngebäuden haben die Betonarbeiten und die Mauerarbeiten. Betonarbeiten sind gegenüber August 2018 um 4,1 % teurer geworden, Mauerarbeiten um 4,2 %. Dachdeckungs- und Dachabdichtungsarbeiten kosteten 4,2 %, Erdarbeiten 5,9 % und Zimmer- und Holzbauarbeiten 2,7 % mehr als im Vorjahr. 

Die Preise für Ausbauarbeiten an Wohngebäuden nahmen im August 2019 gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,0 % zu. Unter den Ausbauarbeiten haben die Tischlerarbeiten das größte Gewicht am Baupreisindex für Wohngebäude. Hier stiegen die Preise um 3,5 %. Bei Heizanlagen- und zentralen Wassererwärmungsanlagen erhöhten sich die Preise um 4,1 %, bei Nieder- und Mittelspannungsanlagen um 4,8 %, und bei Metallbauarbeiten um 4,3 %. Wärmedämm-Verbundsysteme kosteten 4,0 % mehr als im August 2018. 

Die Preise für Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen) verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr um 4,1 %. 

Die Neubaupreise für Bürogebäude und für gewerbliche Betriebsgebäude stiegen binnen Jahresfrist um jeweils 4,1 %. Im Straßenbau erhöhten sich die Preise um 5,5 %.

Baupreisindizes 1
2015 = 100 
Jahr
Monat
Wohn-
gebäude 2
Büro-
gebäude 2
Gewerbliche
Betriebs-
gebäude 2
Straßen-
bau
Instandhaltung
von
Wohngebäuden 3
1 Einschließlich Umsatzsteuer.
2 Neubau in konventioneller Bauart (ohne Fertighäuser).
3 Ohne Schönheitsreparaturen.
Index
2014 98,5 98,4 98,4 99,1 97,8
2015 100 100 100 100 100
2016 102,1 102,2 102,1 100,9 102,4
2017 105,3 105,5 105,5 104,7 105,6
2018 109,9 110,2 110,2 111,1 109,8
2018 Mai 109,2 109,5 109,5 109,9 109,3
August 110,6 110,9 111,0 112,4 110,4
November 111,5 111,7 111,9 113,7 111,1
2019 Februar 113,4 113,7 113,9 116,3 113,0
Mai 114,3 114,6 114,7 117,6 114,0
August 115,1 115,4 115,6 118,6 114,9
Veränderung gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
in %
2014 1,8 1,8 1,9 1,3 2,3
2015 1,5 1,6 1,6 0,9 2,2
2016 2,1 2,2 2,1 0,9 2,4
2017 3,1 3,2 3,3 3,8 3,1
2018 4,4 4,5 4,5 6,1 4,0
2018 Mai 4,1 4,2 4,2 5,4 3,9
August 4,6 4,7 4,8 6,7 4,1
November 4,8 4,7 4,8 7,1 4,2
2019 Februar 4,8 4,8 5,0 7,5 4,3
Mai 4,7 4,7 4,7 7,0 4,3
August 4,1 4,1 4,1 5,5 4,1

Detaillierte Ergebnisse zur Statistik der Bauleistungspreise bietet die Fachserie 17, Reihe 4, „Preisindizes für die Bauwirtschaft“. Lange Zeitreihen zu den Baupreisindizes können über die Datenbank GENESISOnline (Tabellen 61261-0001 bis 61261-0006) abgerufen werden.



Quelle : destatis.de

Bilder „Wertheim zeigt Flagge“ Demo gegen den Brandanschlag Lea Reinhardshof 20.09.2015