Bayerische Polizei – ‚Bekanntentrick‘ – gutgläubiger 84-Jähriger wird Opfer


04.08.2017, PP Unterfranken


ASCHAFFENBURG. Am Mittwochvormittag wurde ein Rentner Opfer eines dreisten Trickbetrugs. Ein bislang unbekannter Täter baute ein Vertrauensverhältnis zu dem 84-Jährigen auf und verkaufte ihm zum angeblichen Schnäppchenpreis mehrere Lederjacken, einen Pelzmantel und eine Handtasche. Letztlich handelte es sich um völlig überteuerte Imitate.

Gegen 10:30 Uhr sprach der Unbekannte den älteren Mann offensichtlich gezielt auf der Straße vor seinem Anwesen an. Er täuschte vor, dass man sich von einer früheren gemeinsamen Arbeitsstelle her erkennen würde und dass seine Tochter in Italien ein Bekleidungsgeschäft habe. Aufgrund dessen sei man nun in Besitz hochwertiger Lederware. Der Mann trug dem 84-Jährigen tütenweise Lederjacken sowie einen Pelzmantel und eine Damenhandtasche ins Haus und gab vor, ihm diese überlassen zu wollen. Hierfür forderte der vermeintliche Bekannte einen vorgeblich geringen finanziellen Ausgleich.

Nachdem der Rentner gutgläubig Vertrauen gefasst hatte, suchten die beiden Männer zusammen eine nahegelegene Bankfiliale auf und ein Geldbetrag von über 1.000 Euro wechselte den Besitzer. Unmittelbar hiernach suchte dann der Tatverdächtige eiligst das Weite. Die angeblichen Schnäppchen entpuppten sich letztlich als minderwertige Imitatware mit geringem Wert.


  • ca. 70 Jahre
  • etwa 170 cm groß
  • schlanke Gestalt
  • sprach deutsch mit zumindest vorgeblich italienischem Akzent
  • hatte eine Glatze mit Haarkranz am Hinterkopf
  • Brillenträger
  • zur Tatzeit bekleidet mit weißem Hemd und blauer Hose sowie grauer Schildmütze


Der gesuchte war mit einem grauen Kleinwagen unterwegs, der auch ein ausländisches Kennzeichen gehabt haben könnte. Die Kripo Aschaffenburg bittet Zeugen, die Beobachtungen zu dem Vorfall gemacht haben oder sonst sachdienliche Hinweise geben können, sich unter Telefonnummer 06021/857-1732 zu melden.

Die Vorgehensweise des Tatverdächtigen, der sogenannte Bekanntentrick, ist eine polizeilich bereits mehrfach festgestellte. Nach dem Aufbau eines Vertrauensverhältnisses, erfolgt unter der Vorgabe einer finanziellen Notlage oder auch wie hier, eines besonders lukrativen Geschäftsgebarens, mit bewusster Täuschungsabsicht eine unberechtigte bzw. unverhältnismäßige Geldforderung.




 

 

 



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