Bayerische Polizei – Halloween steht vor der Tür – Über die Grenzen von „Süßes oder Saures?“


28.10.2017, PP Unterfranken


UNTERFRANKEN. Nur noch wenige Tage bis Halloween. Das heißt erfahrungsgemäß für die Polizei vor allem in der Nacht vor Allerheiligen wieder verstärkt präsent sein zu müssen. Denn bei Vandalismus, Sachbeschädigung oder übermäßigem Erschrecken hört der Spaß auf und schnell steht eine Straftat im Raum. Ein großes polizeiliches Lob gilt vorab der überwiegenden Mehrheit der Halloween-Fans, die in den vergangenen Jahren einfach fröhlich gefeiert haben.

Blickt man zurück auf die polizeiliche Einsatzstatistik im vergangenen Jahr, so hatten Unterfrankens Ordnungshüter in der Nacht zu Allerheiligen insgesamt 230 Einsätze zu bewältigen. Davon hatten rund 90 einen direkten Bezug zu Halloween. Auch wegen des vollkommen unsinnigen, gepushten und gehypten Phänomens der sogenannten „Horror Clowns“ ergab sich eine Steigerung zu den Vorjahren (2014: 60, 2015: 40).

Was die Sachverhalte selbst anbelangt, so ging es zumeist um Sachbeschädigungen, Ruhestörungen oder Körperverletzungen und auch das illegale Zünden von Feuerwerkskörpern. Bei den polizeilich aufgefallenen Jugendlichen und Heranwachsenden war nicht selten auch reichlich Alkohol im Spiel.

Die Unterfränkische Polizei appelliert daher an alle Halloweenfreunde, die Grenze zwischen Streichen und strafbarem Handeln nicht zu überschreiten. Denn wenn aus harmlosen Scherzen Straftaten werden und jemand zu Schaden kommt, hört der Spaß auf. Viele Streiche sind schlichtweg Sachbeschädigungen, was die Polizei nicht tolerieren kann. Wer Häuser und Autos mit Eiern bewirft, Wände besprüht oder Briefkästen mit Feuerwerkskörper in die Luft sprengt, muss mit einem Strafverfahren rechnen.

Wir raten daher den Eltern, im Vorfeld mit ihren Kindern über geplante Späße zu sprechen, ganz klar die Grenzen zur Straftat zu erläutern und auch Konsequenzen bei überzogenen Streichen oder übermäßigem Alkoholkonsum aufzuzeigen. Aus polizeilicher Sicht ist es gerade in dieser Nacht wichtig, Kinder und auch Jugendliche im Auge zu behalten. Insbesondere die Jüngeren sollten am besten durch einen erwachsenen Halloweenfreund auf ihren Süßigkeitentouren begleitet werden.

Die Unterfränkische Polizei wird auch in diesem Jahr wieder verstärkt im Einsatz sein und Präsenz zeigen, um strafbarem Handeln entgegenzuwirken und allen friedlichen Feiernden ein fröhliches Halloween zu ermöglichen. Das Polizeipräsidium Unterfranken wünscht allen Feiernden ein schönes Halloweenfest, den Kindern viel Süßes und allen wenig Saures.

O-Ton Pressesprecher Michael Zimmer


 

 

 



Polizei Präsidium Unterfranken

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