Bayerische Polizei – Heftige Auseinandersetzung in Flüchtlingsunterkunft – 17-Jähriger festgenommen


28.07.2017, PP Unterfranken


Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 28.07.2017
MARKTBREIT, LKR. KITZINGEN. Am Donnerstagvormittag war es in einer Unterkunft für Asylbewerber zu einem heftigen Streit zwischen einem Mitarbeiter und einem gambischen Jugendlichen gekommen. Der Flüchtling wurde festgenommen, nachdem er versucht hatte, den Geschädigten mit einer Schere zu verletzen. Nach Entscheidung des Ermittlungsrichters sitzt der 17-Jährige in Untersuchungshaft.

Der junge Mann aus Gambia hatte gegen 13:00 Uhr in der Flüchtlingsunterkunft im Winterseitenweg zunächst seine Betreuerin bedroht. Hier war ein weiterer Betreuer dazwischen gegangen und hatte versucht, den späteren Beschuldigten zu beruhigen. Der 56-Jährige hatte anschließend vor, dessen Kollegin mit seinem Fahrzeug nach Hause zu fahren und hielt sich mit ihr vor dem Gebäude im Eingangsbereich auf. Dort kam es, bevor die beiden abfahren konnten, allerdings zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldigten und dem Geschädigten.

Der Beschuldigte ist dringend tatverdächtig, den 56 Jahre alten Geschädigten mit einer Schere tätlich angegangen haben. Der Zeuge konnte den Angriff abwehren, indem er den 17-Jährigen gegen die Hauswand drückte. Bewohnern der Unterkunft gelang es schließlich, den Tatverdächtigen die Schere abzunehmen. Somit wurde glücklicherweise keiner der Personen verletzt.

Die inzwischen alarmierte Kitzinger Polizei nahm schließlich den Beschuldigten am Tatort fest. Der 17-Jährige musste daraufhin die Nacht in der Jugendarrest-Zelle verbringen. Am Freitag wurde er dann auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg dem Ermittlungsrichter fortgeführt. Der erließ Untersuchungshaftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung.

Der junge Mann sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen führt unter dessen die Würzburger Kripo in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Würzburg.


 

 

 



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