Bayerische Polizei – Lasterfahrer verursacht Unfall auf A 3


15.02.2018, PP Unterfranken


THEILHEIM, LKR. WÜRZBURG. Am Mittwochabend verursachte ein bisher unbekannter Lasterfahrer auf der A 3 zwischen den Anschlussstellen Rottendorf und Randersacker einen Unfall, worauf sich der Verkehr aufstaute. Innerhalb von zwei Stunden krachten dann am jeweiligen Ende mehrere Lkws aufeinander. Zwei Menschen verloren dabei ihr Leben. Über die tödlichen Verkehrsunfälle wurde bereits vom Polizeipräsidium Unterfranken berichtet.

Gegen 19:50 Uhr scherte nach den Erkenntnissen der Autobahnpolizei etwa zwei Kilometer nach Rottendorf ein Sattelzug vom rechten auf den mittleren der drei Fahrstreifen aus. Ein dort fahrender 45-jähriger Fahrer eines Kleintransporters aus Moldawien wich deshalb nach links aus. Auf dem linken Fahrstreifen folgte nach eigenen Angaben mit hoher Geschwindigkeit ein 33 Jahre alter Skoda-Fahrer. Trotz Vollbremsung konnte der Mann aus Hessen ein Auffahren nicht vermeiden. Mit Wucht prallte er auf den Opel Movano des 45-Jährigen und katapultierte ihn nach vorn. Der Kastenwagen schleuderte kreuz und quer über die Fahrbahn. Er stieß gegen die Betonwand am Mittelstreifen, krachte seitlich in den Unterfahrschutz eines Sattelzuges neben ihm, schleuderte weiter und touchierte auch noch die Flanke des davor fahrenden Sattelzuges. Der Moldawier und sein sechs Jahre jüngerer Beifahrer wurden dabei leicht verletzt und nach der Erstversorgung vor Ort mit einem Krankenwagen in eine Klinik gebracht. Die beiden Lasterfahrer im Alter von 48 und 50 Jahren blieben unverletzt.

Alle Fahrzeuge kamen auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen. Ein Trümmerfeld bedeckte jedoch auf einer Länge von etwa 300 Metern die gesamte Fahrbahn. Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Biebelried und Rottendorf kümmerten sich um die Reinigung der Fahrbahn. Dazu musste die A 3 in Richtung Frankfurt für eine Dreiviertelstunde gesperrt werden. Während der Bergung der Fahrzeuge leiteten die Beamten dann den Verkehr einspurig links an der Unfallstelle vorbei. Ein Stau von mehreren Kilometern Länge war die Folge.

Der Fahrer des Sattelzuges, der den Unfall verursacht hatte, fuhr einfach weiter. Sein Fahrzeug wurde nicht beschädigt. Der Gesamtschaden wird auf etwa 35.000 Euro geschätzt.


Wer Hinweise auf den flüchtigen Sattelzug machen kann, wird gebeten, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried unter der Tel.-Nr. 09302-9100 zu melden.


 

 

 



Polizei Präsidium Unterfranken

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