Bayerische Polizei – Phänomen „CEO-Fraud“


19.09.2017, PP Unterfranken


MAINASCHAFF, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Freitag haben Betrüger eine Firma um einen hohen vierstelligen Betrag betrogen. Analog der Masche des sogenannten „CEO-Fraud“ gab sich ein Unbekannter via E-Mail als Geschäftsführer aus und ordnete die Überweisung auf ein ausländisches Konto an. Die Kripo Aschaffenburg ermittelt und warnt vor den dreisten Betrügern.

Am Freitag hat eine Mitarbeiterin der Firma – nach einer Aufforderung durch ihren vermeintlichen Geschäftsführer per E-Mail – mehrere tausend Euro auf ein Konto nach Großbritannien überwiesen. Erst am Montag kamen Zweifel an der Richtigkeit der E-Mails auf und der Schwindel flog auf. Ob die Überweisung noch rückgängig gemacht werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt.

Bei der sogenannten „CEO-Fraud“-Masche geben sich die Täter – nach Sammlung von Informationen über das Unternehmen – in der Regel als Geschäftsführer (CEO) des Unternehmens aus und veranlassen unter Hinweis z.B. auf eine Unternehmensübernahme einen Mitarbeiter zum Transfer eines größeren Geldbetrags ins Ausland. Die Kontaktaufnahme erfolgt in der Regel per E-Mail, wobei die Absenderadressen verfälscht werden. Die Informationen zum Unternehmen beschaffen sich die Täter aus Wirtschaftsberichten, dem Handelsregister, der Homepage oder Werbebroschüren.

Zum Schutz vor der Betrugsmasche empfiehlt die Unterfränkische Polizei:

• Achten Sie darauf, welche Informationen über ihr Unternehmen öffentlich sind und was Sie
um Zusammenhang mit ihrem Unternehmen publizieren

• Sensibilisieren Sie ihre Mitarbeiter hinsichtlich des Betrugsphänomens

• Bei ungewöhnlichen Zahlungsanweisungen sollten – vor Veranlassung der Zahlung –
folgende Schritte durchgeführt werden:

o Überprüfen der E-Mails auf Absenderadresse und korrekte Schreibweise
o Verifizieren der Zahlungsaufforderung über Rückruf bzw. schriftliche Rückfrage beim
Auftraggeber
o Kontaktaufnahme mit der Geschäftsleitung bzw. dem Vorgesetzten

• Wenden Sie sich bei Auffälligkeiten und Fragen an Ihre örtliche Polizeidienststelle


 

 

 



Polizei Präsidium Unterfranken

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