Bayerische Polizei – Rasender 40 Tonner – Polizei unterbindet Weiterfahrt – 11.000 Euro Bußgeld


09.09.2017, PP Unterfranken


KOLITZHEIM, LKR. SCHWEINFURT. Eine Vielzahl von Verstößen und entsprechend hohe Bußgelder haben Beamte der Polizeiinspektion Gerolzhofen und der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck bei der Überprüfung eines Sattelzuges aus Slowenien am Freitagvormittag festgestellt.

Zunächst hatte eine Streife der Polizeiinspektion Gerolzhofen kurz nach Mitternacht einen Sattelzug auf der B 286 angehalten und kontrolliert. Bei der Kontrolle des digitalen Kontrollgerätes fiel der Streifenbesatzung ein ungewöhnlicher Geschwindigkeitsverstoß auf. Statt erlaubter 80 km/h war der Fahrer des 40 Tonners mit 111 km/h unterwegs. Nach Hinzuziehung eines Beamten der Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck wurden dann weitere massive Verstöße gegen die Regelungen über Lenk- und Ruhezeiten festgestellt.

So hatten die beiden Fahrer aus Slowenien und Bosnien-Herzegowina ab der Abfahrt in der Nacht zum Montag bis zur Kontrolle statt der mindestens notwendigen Tagesruhezeit von 9 Stunden eine maximale Pause von 3,5 Stunden eingehalten. Beide Fahrer hatten während der letzten Tage bei der Fahrt die Fahrerkarte nicht ins Kontrollgerät gesteckt und hatten keine Bescheinigung über die Qualifikation als Berufskraftfahrer. Zusätzlich waren am Sattelauflieger drei Reifen komplett abgefahren.

Insgesamt musste der 49-jährige Fahrer an Ort und Stelle ein Bußgeld von 1.355 Euro und der Beifahrer von 1225 Euro bezahlen. Den Halter des Fahrzeugs erwartet ein Bußgeld von 8550 Euro. Bis zur vollständigen Bezahlung der Sicherheitsleistung und des Reifenwechsels wurde die Weiterfahrt durch die Polizei unterbunden.


 

 

 



Polizei Präsidium Unterfranken

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