Bayerische Polizei – Schwimmer auf dem Main behindert Passagierschiff


06.07.2017, PP Unterfranken


WÜRZBURG/INNENSTADT. Am Mittwochabend musste ein Passagierschiff auf dem Main, unterhalb der Brücke der Deutschen Einheit, einen Not-Stopp einleiten. Ein 33-jähriger Würzburger war in den Kurs des Schiffs geschwommen, als er den Main durchqueren wollte.

Gegen 18:45 Uhr passierte ein Passagierschiff den Main, als der Schiffsführer im dortigen Kurvenbereich auf den Schwimmer aufmerksam wurde. Da sich der Mann nur etwa 100 Meter vor dem Bug des Schiffs befand, musste der Schiffsführer nach Abgabe eines Warnsignals einen sogenannten Not-Stopp einleiten. Zum Zeitpunkt des Passierens war der 33-jährige Schwimmer nur etwa fünf Meter von der Bordwand entfernt. Der 33-Jährige konnte durch eine hinzugerufene Streife der Wasserschutzpolizeigruppe der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt am Uferbereich angetroffen werden. Es ist zu vermuten, dass der Schwimmer sich der Lebensgefahr, in die er sich durch sein Verhalten begeben hat, nicht bewusst war. Glücklicherweise und aufgrund der geistesgegenwärtigen Reaktion des Schiffsführers wurde der 33-Jährige bei diesem Vorfall nicht verletzt.

Den Würzburger erwartet nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige, die mit einem Bußgeld in Höhe zwischen 75 und 750 Euro geahndet werden kann.

In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass sich Badende und Schwimmende im Main so zu verhalten haben, dass sich in Fahrt befindliche Schiffe nicht ihren Kurs ändern oder ihre Geschwindigkeit heruntersetzen müssen. Grundsätzlich gilt ein Bade- und Schwimmverbot 100 Meter vor und nach Wehr- und Schleusenanlagen. Ebenfalls ist das Schwimmverbot 50 Meter oberhalb und unterhalb von Sperrtoren, Schiffsliegeplätzen, Anlegestellen u.a. zu beachten.
Es ist verboten, näher als 300 Meter vor einem in Fahrt befindlichen Schiff zu schwimmen beziehungsweise näher als 30 Meter an ein vorbeifahrendes Wasserfahrzeug heranzuschwimmen.


 

 

 



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