Bayerische Polizei – Weihnachtsfeier endet in Zelle


20.12.2017, PP Unterfranken


EBERN, LKR. HASSBERGE. In der Nacht von Freitag auf Samstag erhielt die Polizei Ebern kurz nach Mitternacht eine Mitteilung über eine offensichtlich betrunkene Person vor einer Gastwirtschaft, die Personen belästigt. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen Besucher einer Betriebsweihnachtsfeier, der aufgrund seiner Alkoholisierung den Nachhauseweg nicht mehr alleine schaffte.

Trotz mangelnder Mithilfe des jungen Mannes konnten nach einigen Mühen die Eltern des 21-jährigen ermittelt und verständigt werden, um ihren Sprössling abzuholen. Dieser hatte jedoch offensichtlich andere Pläne und torkelte unter mehrmaligem Fallen in Richtung der befahrenen Straße. Schließlich musste er mit körperlichem Einsatz daran gehindert werden, in vorbeifahrende Autos zu laufen. Auch die inzwischen hinzugekommenen Eltern und die Freundin konnten den immer aggressiver und handgreiflich werdenden jungen Mann nicht mehr bändigen, so dass ihm schließlich unter heftiger Gegenwehr und massiver Beleidigung der Polizeibeamten Handschellen angelegt werden mussten.

Auch der Transport zur Polizei zwecks Ausnüchterung gestaltete sich schwierig, weil er dabei nach den Beamten schlug, trat, biss und spuckte. Noch im Dienstwagen versuchte er während der Fahrt nach dem Fahrer zu treten, was jedoch unterbunden werden konnte. Bei der PI Ebern musste er schließlich von drei Beamten bis zur Zelle getragen werden und noch aus der Zelle heraus schlug er durch die Gitterstäbe nach den Beamten.

Das Fazit der misslungenen Weihnachtsfeier: Ein leicht verletzter Polizist und Anzeigen wegen Beleidigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung und dem neu ins Strafgesetzbuch aufgenommenen Paragrafen des „Tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte“. Zudem steht eine saftige Kostenrechnung im Raum.


 

 

 



Polizei Präsidium Unterfranken

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