Bayern: Wertvolle Förderung zum Schutz von Natur und Artenvielfalt – Bayerischer Naturschutzfonds unterstützt 8 Projekte mit über 2 Millionen Euro – Bayerisches Landesportal

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Duernsteiner / Pixabay

Mit insgesamt 2,1 Millionen Euro wird der Bayerische Naturschutzfonds acht Naturschutzprojekte im gesamten Freistaat fördern. Bayerns Umweltminister und Stiftungsratsvorsitzender des Naturschutzfonds, Thorsten Glauber, betonte dazu heute in München: „Der Erhalt der Artenvielfalt und der Schutz unserer Natur gehören zu unseren wichtigsten Zukunftsaufgaben. Wir wollen Bayerns wertvolle und vielfältige Tier- und Pflanzenwelt bewahren und weiterentwickeln. Dafür fördert der Bayerische Naturschutzfonds herausragende Projekte zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Bayerns Landschaft, Natur und Artenvielfalt. Zusammen mit Verbänden, Vereinen, Kommunen und vielen ehrenamtlichen Naturkennern vor Ort fördert die Stiftung seit über 40 Jahren aktiv die Biodiversität der einzigartigen bayerischen Kulturlandschaften.“

 

Im Rahmen der jüngsten Stiftungsratssitzung würdigte Minister Glauber das herausragende Engagement von Ludwig Sothmann, Ehrenpräsident des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz in Bayern e. V., für die Stiftung Bayerischer Naturschutzfonds. Ludwig Sothmann war bereits Gründungsmitglied des vor 41 Jahren gegründeten Bayerischen Naturschutzfonds. Glauber dankte Ludwig Sothmann für seinen unermüdlichen Einsatz: „Wir brauchen Menschen, die sich mit Leidenschaft und Ausdauer für unsere Natur und Artenvielfalt einsetzen. Mit seinem großartigen Engagement ist Ludwig Sothmann ein wichtiges Vorbild und Brückenbauer. Sein jahrzehntelanger Einsatz hat entscheidend zum Erhalt und zur Sicherung von Bayerns Natur- und Kulturlandschaften beigetragen. Danke für die großartige Unterstützung und Loyalität.“

 

Insbesondere wurden folgende Förderprojekte bewilligt:

 

Extensive Ganzjahresbeweidung im Naturschutzgebiet „Vogelfreistätte Glender Wiesen“ mit Goldbergsee bei Coburg

Im Zuge des Pilotprojekts wird eine Umstellung der Bewirtschaftung der Glender Wiesen von Mahd auf extensive Beweidung angestrebt. In Zusammenarbeit mit lokalen Landwirten soll das Projektgebiet zu einer großen zusammenhängenden Weidelandschaft mit Rindern, Wasserbüffeln und Pferden entwickelt werden. Das Pilotprojekt zielt darauf ab, das landesweit herausragende Feuchtwiesengebiet der Glender Wiesen zu optimieren und seine wichtige Funktion als Trittstein für an Feuchtlebensräume gebundene Arten zu den benachbarten FFH-Gebieten in den Talräumen von Rodach und Itz, dem Callenberger Forst sowie der westlich von Coburg gelegenen Tambachaue langfristig zu erhalten. Verantwortlich für das Projekt ist die Trägergemeinschaft Ökologische Bildungsstätte Oberfranken (federführend) und Landesbund für Vogel- und Naturschutz e.V. Der Zuschuss beträgt rund 495.000 Euro.

 

Entwicklung und Umsetzung eines integrierten Gewässerbiotopverbundes für die Stadt Langenzenn im Landkreis Fürth

Das Projekt dient dem übergeordneten Ziel „Entwicklung eines Biotopverbundes an und um Still- und Fließgewässer“. Dabei liegt der Fokus auf den Fließgewässern III. Ordnung und den Stillgewässern mit ihren jeweils angrenzenden Flächen. Auch Waldgebiete sowie weitere Feuchtlebensräume, biotopverbindende Strukturen und Trittsteinbiotope kommen als mögliche Maßnahmen in Frage. Der Modellcharakter des Projekts für die Stadt Langenzenn zeichnet sich vorwiegend durch die Verbindung von Artenschutz, Gewässer- und Feuchtlebensraumerhalt in Kombination mit Gewässerentwicklung und Maßnahmen zum Wasserrückhalt aus. Eine Trägergemeinschaft, bestehend aus der Stadt Langenzenn (federführend) und dem Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. setzt das Projekt um. Es wird mit rund 315.000 Euro gefördert.

 

Naturnahe Weiden in Waldmünchen: Biotopverbund und Lebensraumentwicklung

Das Beweidungsprojekt soll pilothaft aufzeigen, wie Flächennutzung und Biodiversitätsschutz in Einklang gebracht werden können und damit als Vorbild für andere Beweidungsprojekte dienen. Insbesondere soll neben einer dauerhaften Offenhaltung der Talaue von Gehölzen durch extensive Weidenutzung eine Aufwertung der Talaue als Lebensraum für verschiedenste Artengruppen erreicht werden. Weiterhin sollen ein Netzwerk rinderhaltender naturschutzorientierter Weidebetriebe mit praxisorientiertem Knowhow geschaffen, ein Biotopverbund zwischen Weideflächen hergestellt und die Öffentlichkeit über naturschutzorientierte Beweidung und Bewirtschaftung informiert werden. Modellhaft soll zudem überprüft werden, welche naturschutzfachlichen Entwicklungspotentiale durch eine extensive Beweidung entlang von Talauen erreicht werden können. Maßnahmenträger ist die Trägergemeinschaft Naturpark Oberer Bayerischer Wald e.V. (federführend), Naturparkverein Waldmünchen e.V., Stadt Waldmünchen und Verein zur Gründung der NaturStiftung Böhmerwald-Schwarzachtal e.V. Der Zuschuss beträgt rund 392.000 Euro.

 

Biodiversitätsprojekt Quellschutz Brunnenmühle, Oberfinningen“ im Landkreis Dillingen an der Donau

Bei diesem Projekt steht der Quellschutz im Mittelpunkt. Die zentrale Maßnahme ist die hydraulische Abtrennung der Karstquellen, die den Mühlweiher speisen, um die Entwicklung eines natürlichen Quellbiotops zu ermöglichen. Zudem werden die Ufer neugestaltet und abgeflacht, um den direkten Eintrag von Boden aus den angrenzenden Uferbereichen in die Quelltrichter und damit deren Verlandung zu verhindern. Die Maßnahme ist auch zum Schutz der Bachmuschelpopulation im angrenzenden Brunnenbach erforderlich. Donautal-Aktiv e.V. setzt die Maßnahme um und erhält dafür einen Zuschuss in Höhe von rund 264.000 Euro.

 

Grunderwerb Ampermoching

Das ehemalige Kiesabbaugebiet bei Ampermoching ist Lebensraum für eine Vielzahl von seltenen heimischen Tier- und Pflanzenarten. Durch langjährige Beobachtungen und Kartierungen weist das Gesamtareal ein herausragendes Spektrum an Arten der Roten Liste auf. Die ehemaligen Abbauflächen bilden einen besonders strukturreichen Biotopkomplex mit sehr hoher Biodiversität. Zielarten sind unter anderem Wechselkröte, Bekassine, Kiebitz, Flussregenpfeifer und Eisvogel. Der Flächenerwerb dient der Fortführung und Optimierung der Pflegemaßnahmen sowie der Umsetzung gezielter Artenhilfsmaßnahmen, um die Lebensraumfunktion des gesamten Areals langfristig zu sichern und zu entwickeln. Maßnahmenträger ist der Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Bayern e.V. (LBV). Der Naturschutzfonds fördert das Projekt mit rund 236.000 Euro.

 

BayernNetzNatur-Projekt „Almen.Leben.Achtental – Zukunftsperspektiven für den Kultur- und Biodiversitätshotspot Alm“

Hauptziele des Projekts sind der Erhalt und die Wiederherstellung der Biodiversität der extensiv genutzten Almweiden und der eng damit verzahnten Feuchtflächen und Moore. Gleichzeitig soll die vergessene Nutzungsform der traditionellen Bergmähder als wichtige Bereicherung der traditionellen bergbäuerlichen Kulturlandschaft (angepasste Nutzungsform mit Weide und möglicher Nachmahd) revitalisiert werden. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit ist geplant, die lokale Bevölkerung und Touristen über die Leistungen der Berglandwirtschaft für die Biodiversität zu sensibilisieren. Der Verein Ökomodell Achental e.V. ist Maßnahmenträger und erhält gut 136.000 Euro.  

Darüber hinaus wurden das BNN-Projekt „Sonnenleiten an der Donau“ und das Projekt „Umsetzung der Biodiversitätsstrategie in der Gemeinde Stegaurach“ aufgestockt und verlängert.

 

Weitere Informationen unter www.naturschutzfonds.bayern.de.

Pressemitteilung auf der Seite des Herausgebers

Quelle :Bayern.de

Titel Bilder: Symbolbilder Bayern by Pixabay.com

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