Begegnung mit dem Fremden – Fotografien der jungen Horn-Generation im Wertheimer Rathaus

Karla Schradi hat das Leben junger Flüchtlinge in einer Wohngemeinschaft in Dörlesberg dokumentiert. Foto: privat

Begegnung mit dem Fremden in Doppelausstellung

Fotografien der jungen Horn-Generation im Rathaus

Zwei Vertreter der jungen Horn-Generation dokumentieren zwei besondere Projekte, die vom Wertheimer Unternehmen Horn Verpackung gefördert wurden. Die beiden Fotoausstellungen „Next Stop China“ von Lennard Lingk und „Auf dieser Erde, was macht das Leben wert?“ von Karla Schradi werden am Samstag, 10. Dezember, um 11 Uhr im Rathaus eröffnet. Beide thematisieren auf ganz unterschiedliche Weise die Begegnung mit dem Fremden.

Die junge Fotografin Karla Schradi zeigt in „Auf dieser Erde, was macht das Leben wert?“ einen eindrucksvollen Einblick in die Wohngemeinschaft von sechs jungen Flüchtlingen aus dem Nahen Osten. In einem Haus in Dörlesberg haben sie eine vorübergehende Heimat gefunden. Dieses Projekt entstand in Kooperation mit dem Verein „Willkommen in Wertheim“.

Karla Schradi ist 17 Jahre alt und fotografiert Menschen und Orte mit großer Leidenschaft und besonderem Talent. Bereits mit 14 Jahren erhielt sie ihre ersten professionellen Aufträge und möchte nach ihrem Abitur auch Fotografie studieren. Sie ist die jüngste Tochter der Horn-Gesellschafterin Eva-Maria Horn.

Karla Schradi sagt über die Arbeit mit den Flüchtlingen: „Am meisten beeindruckt und bewegt hat mich ihre Offenheit – wie sie erzählten, lachten und sich fotografieren ließen, trotz ihres schweren Schicksals.“

Lennard Lingk zog es nach dem Abitur in die Ferne. In der Drei-Millionen „Kleinstadt“ Guang an in der chinesischen Provinz Sichuan absolvierte er mit 18 Jahren einen einjährigen Freiwilligendienst. Er war als Englisch- und Fußballlehrer an einer Schule tätig und an vielen weiteren sozialen und ökologischen Projekten beteiligt.

In diesem Jahr hat er mit seiner Kamera einige seiner vielfältigen Erfahrungen eingefangen und vermittelt den Besuchern der Ausstellung „Next Stop China“ einen Eindruck von China abseits der Metropolen. Lennard Lingk ist 20 Jahre alt und studiert den dualen Bachelor- Studiengang „Wirtschaft neu denken“ an der Alanus Hochschule in Bonn. Er ist Sohn der Horn-Gesellschafterin Anita Horn-Lingk.

Lennard Lingk vermittelt einen Eindruck von China abseits der Metropolen. Foto: privat
Lennard Lingk vermittelt einen Eindruck von China abseits der Metropolen. Foto: privat

Lennard Lingk sagt über seine Zeit in China: „Die Schönheit und gleichzeitig die Zerrissenheit dieses riesigen Landes hat mich nachhaltig beeindruckt und geprägt. Ein boomendes Land zwischen Armut, faszinierender spiritueller Tradition, achtsamem Gemeinsinn und dem ungezügelten Aufbruch in eine vom Konsum getriebene Industrienation, dessen Facetten ich in meinen Bilder auffangen wollte.“

Des Weiteren stellt Oskar Lingk (22, ebenfalls Sohn von Anita Horn Lingk), seinen Kurzfilm „VAS 14″ vor. Er ist in der alten Horn-Werkshalle entstanden und befasst er sich mit dem Thema Abschied.

Die Doppelausstellung ist bis 31. März im Rathaus zu den üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

Stadtverwaltung Wertheim

Bildergalerie „Wertheim zeigt Flagge“ Demo gegen den Brandanschlag Lea Reinhardshof 20.09.2015

Bildergalerie Empfang der ersten Flüchtlinge an der LEA ,Polizei Akademie Wertheim, 13.09.2015