Bundesamt für Verfassungsschutz : Der ‚Islamische Staat‘ – Eine globale Bedrohung“

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Der ‚Islamische Staat‘ – Eine globale Bedrohung“

Pressemitteilung vom 2. Mai 2016

International besetztes Symposium des BfV diskutiert Herausforderungen und Auswirkungen für Sicherheitsbehörden und Gesellschaft

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Dr. Hans-Georg Maaßen, hat heute in Berlin das 13. Symposium des BfV eröffnet.

 

Zu den rund 300 Teilnehmern sprechen der Chef des Bundeskanzleramts, Bundesminister Peter Altmaier, der Botschafter der USA in Deutschland, John B. Emerson, und die Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, Dr. Emily Haber. Zahlreiche hochrangige Experten aus Politik, Sicherheitsbehörden, Wissenschaft und Medien beraten in Vorträgen und Fachforen über die globale Bedrohungssituation durch den „Islamischen Staat“. Neben der sicherheitspolitischen Dimension wird auch die Bedeutung des Themas im Hinblick auf die Fragen der Radikalisierung und Integration diskutiert.

 

BfV-Präsident Dr. Maaßen erklärt:

 

„Die globale Agenda des IS richtet sich gegen westliche – und damit auch gegen deutsche – Interessen. An den Anschlägen in Paris und Brüssel waren dort aufgewachsene Islamisten, Rückkehrer aus Kriegsgebieten und angebliche Flüchtlinge beteiligt. Diese Verzahnung zeigt das hochkomplexe Vorgehen des islamistischen Terrorismus in Europa. Wir müssen künftig multiple Anschlagsszenarien einkalkulieren, durch mehrere Zellen, gegen verschiedene Ziele und möglicherweise über mehrere Tage.

 

Der ‚Islamische Staat‘ ist nicht nur verantwortlich für einen globalen Terror. Er ist auch mitursächlich für eine bislang ungeahnte Flüchtlingswelle. Der Flüchtlingsstrom stellt die Sicherheitsbehörden in Europa vor immense Herausforderungen. Er ist ein Push-Faktor für die Angriffe von Rechtsextremisten und führt so zu Verwerfungen in demokratischen Gesellschaften.

 

Für die erfolgreiche Bekämpfung des islamistischen Terrrorismus ist ein intensiver nationaler und internationaler Erkenntnisaustausch notwendig. Den grenzüberschreitend agierenden Tätergruppen müssen wir durch eine vertiefte internationale Kooperation der Sicherheitsbehörden begegnen.“

 

An dem Symposium nehmen zahlreiche Experten teil, darunter die Präsidenten oder Vizepräsidenten von BKA, BND, BPol, MAD, BSI sowie Vertreter europäischer Sicherheitsbehörden wie dem Leiter des holländischen Inlandsnachrichtendiensts AIVD und dem Leiter des europäischen Analysezentrums INTCEN.

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