CDU-Politiker Spahn: Die Jamaika-Konflikte müssen vor einer Einigung gelöst werden

FelixMittermeier / Pixabay


Bonn (ots) – Mit Blick auf die schwierigen Sondierungsverhandlungen für eine mögliche Jamaika-Koalition in Berlin hat CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn betont, wie wichtig es sei, mögliche Streitpunkte bereits jetzt aus dem Weg zu räumen. “Die Konflikte müssen jetzt aufgelöst werden. Wenn man sie einfach nur vertagt, dann haben wir das, was wir die letzten Jahre auch schon einmal hatten, einen ständigen Streit im täglichen Regieren”, sagte Spahn dem Fernsehsender phoenix. “Lieber jetzt drei Tage mehr Streit, auf dem Weg zur Einigung, bevor wir irgendwelche Formelkompromisse aufschreiben, nur damit man sich irgendwie einig wurde. Und dann geht der Streit erst los”, so Spahn.

Jamaika sei zwar das “gemeinsame Ziel dieser Gruppenreise”, erklärte Spahn, “doch wir haben alle unterschiedliche Startpunkte.” In den ersten Wochen der Sondierungen sei es darum gegangen, erst einmal diese Startpunkte anzunähern und ein besseres Verständnis füreinander zu entwickeln. “Ich sage es mal so, wenn FDP und CDU/ CSU alleine eine Regierung bilden müssten, wir wären glaube ich nach zwei Wochen fertig”, sagte Spahn. “Jetzt müssen wir eben noch einen Partner mehr einbinden, und das macht es etwas komplizierter und mühsamer.” Dadurch sei aber die Chance, Konflikte im Land zu befrieden, “vielleicht ein Stück größer”.

Bei den großen Themen wie Migration, Klima, Steuern oder auch Landwirtschaft gehe es für alle darum, den Kerninhalt im Profil zu bewahren und andererseits zum Kompromiss fähig zu sein.

In die Jamaika-Verhandlungen sei keine der vier Partnerparteien “mit Begeisterung reingegangen.” Doch der Wähler habe diese Aufgabe gestellt, “und jetzt bemühen wir uns seit der Bundestagswahl darum, eine tragfähige Basis zu finden”, erklärte Spahn. Man solle Jamaika nicht überhöhen, aber Jamaika solle auch keine “Zwangsveranstaltung” bleiben. Die entscheidende Frage für eine künftige Regierung sei: “Schaffen wir es wirklich, Aufbruchssignale zu senden in dieses Land.

Das komplette Interview sehen Sie bei phoenix in der Sendung “Im Dialog – Jens Spahn im Gespräch mit Michael Hirz” in der Nacht zu Donnerstag um 0.00 Uhr und am Donnerstag um 11.15 Uhr bei phoenix, sowie ab sofort online bei phoenix.de.

http://ots.de/2aSD9

Pressekontakt:

phoenix-Kommunikation
Pressestelle
Telefon: 0228 / 9584 192
Fax: 0228 / 9584 198
presse@phoenix.de
presse.phoenix.de

Original-Content von: PHOENIX, übermittelt durch news aktuell



Original Quelle Presseportal.de

Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011