Claudia Michelsen: Habe Riesenangst vorm Zahnarzt – In der Fantasie tut schon vieles Weh

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Claudia Michelsen: Habe Riesenangst vorm Zahnarzt

Obwohl ihre Mutter selbst Zahnärztin war – Schauspielerin blickt auf „die gute alte Langeweile“ in der Kindheit zurück – Als „Polizeiruf“-Kommissarin in Magdeburg fühlt sie sich „ein wenig zu Hause“

Osnabrück. Der Beruf ihrer Mutter hat Claudia Michelsen (51) die Furcht nicht nehmen können: „Ich habe Riesenangst vorm Zahnarzt oder eher davor, was in meiner Fantasie so alles wehtun könnte“, bekannte die Schauspielerin im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). Die Tatsache, als Tochter einer Zahnärztin aufgewachsen zu sein, habe daran nichts geändert: „In meiner Erinnerung hatte ich diese Ängste immer schon, eigentlich ganz unbegründet, da ich kaum Probleme mit den Zähnen habe und daher auch sehr unerfahren bin mit all den guten Zahnärzten.“

Verbote von Cola, Limo und Süßigkeiten habe der Beruf der Mutter nicht nach sich gezogen, berichtete die 51-Jährige weiter: „Scheinbar hat bei mir dadurch damals schon unbewusst die Vernunft gesiegt, und das Vertrauen meiner Mutter in mich tat das Übrige. Ich hatte keine Notwendigkeit, das Verbotene erobern zu müssen.“

In Dresden wuchs Michelsen ohne Westfernsehen auf – und vermisste es auch nicht. Vielmehr habe sie viel Sport getrieben und sei häufig mit dem Fahrrad auf den Elbwiesen unterwegs gewesen. Früh sei dann auch die Liebe zum Theater hinzugekommen: „Es ging gar nicht anders, als konzentriert auf sich selbst, sein Umfeld, seine Freunde zu sein, und die gute alte Langeweile war auch ein gesunder Teil davon. Stubenarrest war eine Strafe, heute ist es ja eher eine Strafe, wenn man als Kind rausgehen muss.“

Die Liebe zur Elbe hat der 51-Jährigen auch ihre Rolle als Kommissarin Doreen Brasch im „Polizeiruf 110“ aus Magdeburg schmackhaft gemacht, die sie seit sieben Jahren ausfüllt: „Jetzt bin ich Teil in einer sehr feinen Polizeiruf-Familie, und außerdem fließt die Elbe ja schließlich auch durch Magdeburg. Ich mag es sehr gern, jedes Jahr fast zwei Monate dort zu verbringen. Einige Menschen und die Stadt lassen mich manchmal schon ein wenig fühlen, als käme ich nach Hause.“

In der neuen Folge „Totes Rennen“ an diesem Sonntag (ARD, 20.15 Uhr) ermittelt sie erstmals ohne festen Partner an ihrer Seite – und so werde es zunächst auch einmal bleiben, sagte Michelsen: „Erst einmal ist das so der Plan. Ich bin ja auch nicht ganz allein. Felix Vörtler ist schon lange ein wunderbarer, beständiger Begleiter, und Pablo Grant ist derzeit neu in unserem kleinen Team. Ich empfinde uns als eine Art Gastgeber für alle möglichen Geschichten, die erzählt werden wollen. Die Menschen und die Geschichten sind die Hauptdarsteller, mit denen sich Brasch auseinander- oder ins Verhältnis setzen kann. Das ist ganz wunderbar.“

 

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