COVID-19 Preisexplosion – Medikamente bis zu 46 Prozent teurer

Erhöhte Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten

Money Blister Packaging Silver  - jc_cards / Pixabay
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Corona: Erhöhte Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist die Nachfrage nach rezeptfreien Medikamenten seit März förmlich explodiert. Insbesondere Erkältungsmittel, Antiallergika, Medikamente gegen Magen-Darm-Infektionen sowie Augen-, Ohr- und Nasen-Medikamente haben einen starken Preisanstieg erfahren.

Preise für rezeptfreie Medikamente steigen um bis zu 46 Prozent

Durch die Corona-Pandemie stiegen die Preise für verschiedene Medikamente stark an. So ist beispielsweise im medizinischen Sektor der Preis für das Narkosemittel Propofol um das Zehnfache angestiegen, da dessen Produktion in Ländern stattfand, welche aufgrund von COVID-19 ihre Produktion vollständig aussetzen mussten. Gängige Schmerzmittel bzw. rezeptfreie Medikamente erfuhren in diesem Zusammenhang ebenfalls einen erheblichen Preisanstieg.

 

Preisanstieg bei Medikamenten (idealo)

 

Vor allem Erkältungsmittel (+40 Prozent), Antiallergika (+46 Prozent) sowie Medikamente gegen Magen-Darm-Infektionen (+32 Prozent) sind seit Beginn der Ausgangsbeschränkungen aufgrund von COVID-19 im Preis gestiegen. Präparate gegen Muskel- und Gelenkschmerzen verzeichneten hingegen lediglich einen Preisanstieg um rund einen Prozentpunkt. Die Durchschnittspreise für Beruhigungs-, Schlaf- und Nervenmittel bleibt bislang auf einem konstanten Niveau.

Rezeptfreie Medikamente weiterhin auf hohem Preisniveau

Durch die Corona-Pandemie hat der hohen Nachfrageanstieg (+ 800 Prozent) die Preise für rezeptfreie Medikamente in die Höhe schnellen lassen. Allerdings lässt sich feststellen, dass sich die Preise seit April 2020 wieder nach unten bewegen. Dennoch sind nicht verschreibungspflichtige Medikamente im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiterhin um 9 Prozent teurer. Im Bereich des Online-Handels bleiben laut idealo die Preise für alle Medikamente weithin durchschnittlich um 20 Prozent höher. Insbesondere Schmerz- und Erkältungsmittel sind über das Internet derzeit zu deutlichen höheren Preisen in den Online-Apotheken erhältlich.

Preis- und Nachfrageanstieg steht vermutlich mit Corona in Verbindung

Marktbeobachter und Medizin-Experten gehen davon aus, dass der Preis- und Nachfrageanstieg im Bereich rezeptfreie Medikamente auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist. Ob sich die Menschen in Deutschland allerdings wirklich aus Sorge vor einer Corona-Infektion vorsorglich mit Medikamenten eingedeckt haben oder ein anderes Phänomen zugrunde liegt, lässt sich nur erahnen.

 

.red