Deutsche Umwelthilfe begrüßt das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz der …

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Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots)

  • Auen, Moore, Wälder und Meere sollen durch Aktionsprogramm wieder zu funktionierenden Kohlenstoffspeichern werden
  • Schutzgebiete, Renaturierung und Abkehr von einer Landwirtschaft, die auf Entwässerung der Landschaft setzt, notwendig zur Erreichung der Klimaziele
  • Flächenbereitstellung und Zusammenarbeit der Länder bei der Umsetzung wird entscheidend für Erfolg

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt das neue Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz von Bundesumweltministerin Lemke als wichtigen Schritt für den Klimaschutz. Intakte Ökosysteme können riesige Mengen Kohlenstoff binden, wenn mehr für ihren Schutz und ihre Renaturierung getan wird. Zur Erreichung der Klimaziele sind sie unverzichtbar. Im Klimaschutzgesetz sind für diese natürlichen Senken bereits ambitionierte Ziele verankert – das heute vorgestellte Aktionsprogramm soll diese umsetzen. Ein erstes Eckpunktepapier nennt nun die Wiederherstellung intakter Auen, Moore, Wälder, Meere und Küsten, die Ausweisung wirksamer Wildnis- und Schutzgebiete sowie die Förderung für die Bewirtschaftung wiedervernässter landwirtschaftlicher Flächen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht darin viel Potential und fordert die Bundesregierung und die Länder auf, die Punkte zügig umzusetzen.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Die Bindung von Kohlenstoff durch natürliche Ökosysteme ist neben Energieeinsparungen und dem Ausbau der Erneuerbaren die dritte wichtige Säule auf dem Weg zur Klimaneutralität. Moore, Wälder, Meere und Auen sind durch Übernutzung derzeit schwer geschädigt und emittieren deshalb immer mehr Treibhausgase. Damit die Natur unseren Kampf gegen die Klimakrise unterstützen kann, benötigen wir wirksame Schutzgebiete an Land und auf See. Neben der Renaturierung müssen wir dringend aus der entwässerungsbasierten Landwirtschaft aussteigen – der Acker muss raus aus der Aue und die Moore müssen endlich nass bewirtschaftet werden. Ob das Aktionsprogramm diesen Strukturwandel hinbekommt, wird auch davon abhängen, ob Bund und Länder konstruktiv zusammenarbeiten und endlich die dringend benötigten Flächen bereitstellen. Wenn das gelingt, lassen sich Klima- und Biodiversitätskrise gemeinsam lösen. Scheitert das Programm, werden sich beide Krisen gegenseitig verstärken.“

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