Die Freudenberger Rauch Möbelwerke GmbH – Einblick in die Möbelwelt

Einblick in die Möbelwelt

Die Freudenberger Rauch Möbelwerke GmbH blickt auf eine fast 120-jährige Firmengeschichte zurück. Wirtschaftsdezernent Jochen Müssig und Wirtschaftsförderin Verena Bamberger haben in diesen Tagen das Unternehmen besucht. Geschäftsführer Michael Stiehl führte durch das Werk und berichtete über das Unternehmen und seine aktuelle Situation.

Die 1600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rauch-Gruppe stellen Stauraumlösungen und Schlafzimmer- sowie Kinder- und Jugendzimmermöbel her. Dabei produziert das Unternehmen sowohl montierte Möbel insbesondere für den Fachhandel als auch zerlegte Möbel für SB-Abteilungen und Mitnahmemärkte sowie Online-Vertriebswege. Gemessen an mengen- und umsatzmäßigen Marktanteilen kann sich das Unternehmen in seinem Marktsegment als führend bezeichnen. Neben vier Möbelproduktionsstandorten verfügt die Unternehmensgruppe Rauch auch über ein firmeneigenes Spanplattenwerk im fränkischen Markt Bibart, in dem die Holzwerkstoffe für die Möbelproduktion sowie weitere Abnehmer am Markt gefertigt werden.

Rauch arbeitet ausschließlich auftragsbezogen und verzichtet auf eine Fertigteile-Lagerhaltung. Circa 65 Prozent des Produktionsvolumens geht an Kunden in Deutschland, der Rest in Auslandsmärkte mit Schwerpunkten in West- und Osteuropa. Rauch legt großen Wert auf eine gleichbleibend hohe Qualität und nachhaltiges Wirtschaften. Das Holz wird ausschließlich aus regionalen und nachhaltig bewirtschafteten Wäldern bezogen. Die gesamte Produktion erfolgt CO2-neutral. Bereits 1994 erhielt die komplette Möbelkollektion den „Blauen Engel“. 2014 wurde das Unternehmen als erstes seiner Branche mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet. An den Nachhaltigkeitstagen Baden-Württemberg, die in diesem Jahr vom 3. bis 4. Juni stattfinden, beteiligt sich Rauch ebenfalls mit einer Ausstellung im hauseigenen Museum.

Zusätzlich zu den ökologischen Gesichtspunkten engagiert sich Rauch auch auf regionaler und sozialer Ebene. Neben einem Altenheim, dem Otto-Rauch-Stift in Freudenberg, unterhält Rauch auch einen kleinen Zoo, der kostenfrei besichtigt werden kann. Zudem fördert Rauch das Integrationsprojekt Hotel St. Michael in Tauberbischofsheim.

In der Ausbildung hat sich Rauch auf veränderte Rahmenbedingungen eingestellt. „Heutzutage muss ein Unternehmen viel tun, um von der Jugend als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden“, sagt Geschäftsführer Stiehl. „Wir bieten heute viel mehr und spezifischere Ausbildungsberufe an, um ein breiteres Spektrum an Jugendlichen zu erreichen“, erklärt Stiehl weiter. Beispielsweise kann außer der Ausbildung zum Industriekaufmann/-frau auch der Beruf des/der Euro-Management-Assistent/in erlernt werden. Auch aktuellen Themen wie der Integration von Flüchtlingen steht Rauch offen gegenüber. „Wir könnten uns gut vorstellen, Flüchtlingen, die in Freudenberg ihre neue Heimat finden, eine berufliche Perspektive zu bieten“, sagt Stiehl. Des Weiteren wurde über langfristige Entwicklungen und Investitionen am Firmensitz in Freudenberg gesprochen. „Wir freuen uns ganz besonders über das klare Bekenntnis zum Standort“, sagte Dezernent Jochen Müssig zum Abschluss des Gesprächs.

 

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