Die Registrierung an der LEA Wertheim ( Landeserstaufnahmeeinrichtung ) hat begonnen

Neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in dem Bereich der Registrierung tätig sein. Foto: Stadtverwaltung Wertheim

Driewer: „Ziel sind 120 Menschen am Tag“

Darauf haben die Geflüchteten lange gewartet, manche von ihnen seit dem 13. September. Am Donnerstag hat in der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes am Reinhardshof ihre Registrierung begonnen. Das ist zwar nur ein kleiner, aber doch ein wichtiger Schritt im Asylverfahren und vor allem diejenigen, die schon „seit der ersten Stunde“, also seit Mitte September in der Unterkunft ausharren sind froh, dass sie ihn endlich gehen konnten.

Froh sind aber auch der Leiter der Einrichtung, Mirco Göbel und vor allem Dagmar Driewer, die bei einem Pressetermin die verschiedenen Stufen des Registrierungsverfahrens erläuterte. So werden unter anderem drei unterschiedliche Computerprogramme eingesetzt, zwei vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und eines, das spezifisch auf Baden-Württemberg ausgerichtet ist.

Die relevanten Daten werden erfasst und schon an dieser Stelle kann eine Entscheidung fallen, ob die Geflüchteten in der Erstaufnahmeeinrichtung am Reinhardshof bleiben oder verlegt werden müssen. Dies könne, so Driewer, zum Beispiel passieren, wenn Baden-Württemberg vorgegebene Quoten für eine bestimmte Volksgruppe bereits erfüllt hat. Dabei kann „in Wertheim bleiben“ durchaus auch zur Glückssache werden, ist es doch möglich, dass die entsprechenden Zahlen sich von Stunde zu Stunde ändern. Ab einem bestimmten Alter werden die Geflüchteten fotografiert und erkennungsdienstlich behandelt. Pässe oder andere Papiere werden einbehalten und zur Vorbereitung des Asylverfahrens an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weitergeleitet.

„Meldungen über registrierte Flüchtlinge gehen an das Gesundheitsamt und an das Einwohnermeldeamt der Stadt – in diesem Fall also an das Wertheimer Rathaus. Die Geflüchteten wiederum haben erst ab jetzt auch Anspruch auf Taschengeld. Deshalb haben wir sehr genau darauf geachtet, dass diejenigen, die zuerst in Wertheim angekommen sind, auch zuerst registriert wurden“, erläutert Driewer weiter. Konnten die Geflüchteten bis zu diesem Zeitpunkt die Einrichtung am Reinhardshof verlassen und sich ein anderes Ziel suchen, so ist das jetzt nicht mehr möglich.

Neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in dem Bereich der Registrierung tätig sein. Foto: Stadtverwaltung Wertheim
Neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in dem Bereich der Registrierung tätig sein. Foto: Stadtverwaltung Wertheim

Zur Zeit wird die Registrierung noch vornehmlich von Personal aus der Landeserstaufnahmeeinrichtung in Ellwangen gestemmt. Kolleginnen und Kollegen die für Wertheim vorgesehen sind, unterstützen aber bereits und sollen diese Aufgabe im Laufe der nächsten Tage dann vollständig übernehmen. Insgesamt neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in diesem Bereich tätig sein. „Ziel ist es, dass rund 120 Menschen am Tag registriert werden“, blickt Dagmar Driewer voraus.

Stadtverwaltung Wertheim