Die UNO-Flüchtlingshilfe zum Tag der Deutschen Einheit / Unschätzbarer Wert in Zeiten des Umbruchs

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Bonn (ots) – Mit dem Einigungsvertrag vom 3. Oktober 1990 war die Teilung Deutschlands nach 45 Jahren überwunden. Die Wiedervereinigung war nach der Gründung von zwei deutschen Staaten und dem Bau der Berliner Mauer das wohl einschneidendste Ereignis der deutschen Nachkriegsgeschichte. Nach 1990 folgten Jahre gesamtgesellschaftlicher Kraftanstrengung, um die östlichen und westlichen Bundesländer im politischen, wirtschaftlichen und sozialen Sinn zu vereinen und Ungerechtigkeiten auszuräumen. Diese Bemühungen halten an.

Eine weitere bedeutende Zäsur in der deutschen Geschichte sind die Ereignisse des Jahres 2015. Innerhalb nur weniger Monate haben Hunderttausende Menschen auf der Flucht in Deutschland Schutz vor Krieg und Verfolgung gefunden. Der Höhepunkt wurde im September und Oktober 2015 erreicht, als oft 10.000 Flüchtlinge täglich die deutsche Grenze überschritten. Auch hier war eine große gemeinsame Kraftanstrengung nötig, um die Flüchtenden zu versorgen und unterzubringen. Es entwickelte sich eine ausgeprägte Willkommenskultur, bei der Kommunen, Städte, Mitarbeiter von Behörden und Hilfsorganisationen, Vereinen, Privatinitiativen sowie zahllose Ehrenamtler mitwirkten und weiterhin mitwirken.

“Die UNO-Flüchtlingshilfe möchte sich herzlich bei allen bedanken, die sich so engagiert um die Menschen kümmern, die bei uns Zuflucht, Schutz und eine neue Lebensperspektive suchen. In Zeiten, die von massiven Umbrüchen geprägt sind, hat diese engagierte Arbeit einen unschätzbaren Wert für unser soziales und humanitäres Miteinander”, so der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, Peter Ruhenstroth-Bauer.

Die Aufgabe ist und bleibt immens. Im Jahr 2016 zählte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge insgesamt 745.545 Asylanträge. Dies ist der höchste Jahreswert seit Bestehen des Bundesamtes. Seit 1953 haben insgesamt rund 5,3 Millionen Menschen in Deutschland einen Asylantrag gestellt. Auch wenn aktuell deutlich weniger Geflüchtete nach Deutschland kommen, geht es jetzt vor allem darum, die anerkannten Flüchtlinge sozial und wirtschaftlich zu integrieren.

Der Hilfsbedarf bleibt groß. Im letzten Jahr unterstützte die UNO-Flüchtlingshilfe 56 dringend benötigte Projekte in Deutschland und stellte hierfür 1,1 Millionen Euro zu Verfügung. Schwerpunkt der Förderung lag hierbei auf Projekten, bei denen Flüchtlinge beraten und betreut werden sowie sozialen und psychologischen Beistand erhalten. Viele Menschen sind von den schrecklichen Fluchterlebnissen traumatisiert und bekommen therapeutische Hilfe. Eine frühzeitige kompetente Beratung hilft Asylsuchenden, das komplizierte Asylverfahren zu verstehen. Zunehmend unterstützt die UNO-Flüchtlingshilfe auch Initiativen, die Perspektiven für Geflüchtete schaffen, indem sie bei der Jobsuche und der Arbeitsmarktintegration helfen.

Weitere Informationen und Spenden online unter: www.uno-fluechtlingshilfe.de

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Dietmar Kappe
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Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011