Feuerwehr Wertheim: Hauptversammlung 2021- Pandemiebedingt fand erstmals seit 2019

Die Beförderten zusammen mit Abteilungskommandant Jochen Kirchner (links) und seinem Stellvertreter Sebastian Szensny (rechts). Die Geehrten Michael Opitz (v.l.) und Joachim Fleischer (v.r.) zusammen mit Abteilungskommandant Jochen Kirchner, seinem Stellvertreter Sebastian Szensny, Stadtbrandmeister Torsten Schmidt (hinten mitte), Buügermeister Stein und KBM Andreas Geyer (rechts).

 

Hauptversammlung der Abteilung Wertheim-Stadt unter 3G-Bedingungen und Einhaltung der AHA-L Regeln Anfang Oktober in der Feuerwache statt

Pandemiebedingt fand erstmals seit 2019 wieder eine Hauptversammlung der Abteilung Wertheim-Stadt unter 3G-Bedingungen und Einhaltung der AHA-L Regeln Anfang Oktober in der Feuerwache statt. Nach der Begrüßung durch den Abteilungskommandanten Jochen Kirchner und einer kurzen Erläuterung der vorherrschenden Umstände seit März des letzten Jahres begann er zuerst mit den Berichten über Einsätze und Übungen des Jahres 2019. So waren im Berichtsjahr 154 Einsätze zu bewältigen. Diese gliederten sich in 61 Brandeinsätze und 93 technische Hilfeleistungen. Es gab unter anderem einen Großbrand, bei dem die bayrischen Kameraden in Hasloch unterstützt wurden, drei Mittel- und 14 Kleinbrände, sowie vier Flächenbrände und sieben Fahrzeugbrände. Auch wurde die Abteilung zu 31 vermeintlichen Fehlalarmen alarmiert. Ebenso wurden acht Tierrettungen durchgeführt sowie 23 Umwelteinsätze und ein Gefahrengutunfall. Auch für den Übungsbetrieb war 2019 noch ein gutes Jahr. Es wurden 28 Zugübungen und eine Großübung abgehalten.

Das Jahr 2020 schloss sich dann trotz Pandemielage mit 166 Einsätzen an. So waren 66 Brandeinsätze und 100 technische Hilfeleistungen zu bewältigen. Es gab im Berichtsjahr zwar keine Groß- und Mittelbrände dafür allerdings 21 Kleinbrände, sechs Flächenbrände und neun Fahrzeugbrände. Wie im Jahr zuvor gab es 30 Fehlalarme. Das Spektrum der Einsätze im Bereich der Technischen Hilfeleistung erforderte 18 Tierrettungen, 13 Umwelteinsätze und drei Gefahrguteinsätze. Zu neun Verkehrsunfällen wurde ebenso alarmiert, wie zu 57 sonstigen Hilfeleistungen. Bei den Übungen musste allerdings 2020 ein Rückschritt verzeichnet werden. 14 Übungen fanden statt. Neun davon mussten jedoch unter Corona Bedingungen durchgeführt werden. Kleine Gruppen und nur notwendige Übungen zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft durften durchgeführt werden.

Neben den Einsätzen und Übungen berichtete der Abteilungskommandant über die sonstigen Tätigkeiten in den Jahren 2019 und 2020. So wurde z.B. am 1. Mai 2019 eine Wanderung in den Mai durchgeführt. Vom 09. bis 12. Mai fand das Partnerschaftstreffen in Salon de Provence in Frankreich statt. Auch wurden diverse Feste befreundeter Feuerwehren besucht. Im Juli konnte eine Gruppe bei der Abnahme des Feuerwehrleistungsabzeichens teilnehmen. Auch die Teilnahme am Messeumzug fand im September vorerst letztmalig statt. Im Oktober endete ein Grundausbildungs-Lehrgang, an den ein Funklehrgang anschloss. Des Weiteren wurden zwölf Ausschusssitzungen beziehungsweise Zug- und Gruppenführerdienstversammlungen abgehalten.

Der Personalstand der Abteilung betrug zum 31.12. 65 aktive Mitglieder in der Einsatzabteilung sowie 25 passive Mitglieder.

Folgende Lehrgänge wurden im Jahr 2019 besucht: „Grundausbildung“ sowie „Sprechfunker“ von Christoph Diehm, Lars Hössel, Jonas Rohrmüller und Matthias Schätte. Am Lehrgang zur Bedienung des Dekon-LKW-P hat Raphael Schlör teilgenommen. Auf der Mobilen Übungsanlage Binnengewässer „MüB“ haben Markus Friedrich und Max Meischl 2 Module besucht, ebenso haben Jochen Kirchner und Sebastian Szensny das Führungsmodul dazu besucht.

Im Jahr 2020 konnten im Januar und Februar noch jeweils zwei Übungen durchgeführt werden, im Februar zusätzlich drei Sitzungen. Im März fand noch eine Übung statt, bevor die neue Zeitrechnung begann. Ab 09. März mussten die Hauptversammlung sowie alle Übungsdienste fuer eine ungewisse Zeit abgesagt werden. Gleichzeitig wurden Zutrittsbeschränkungen für alle öffentlichen Gebäude, zu welchen auch die Feuerwache zählt, ausgesprochen. Es folgten pandemiebedingt noch viele weitere Veränderungen, sei es die personelle Trennung der Züge oder die Reduzierung der Fahrzeugbesatzungen auf ein Minimum. Auch die Wahl des Stadtbrandmeisters konnte nur in Briefwahl durchgeführt werden. Erst ab Ende Juni konnten dann wieder notwendige Übungen in kleinen Gruppen stattfinden. Dabei durften sich immer nur die gleichen Teilnehmer in kleinen Gruppen einfinden und möglichst alles nur im Freien. Zusätzlich wurden Online-Übungen, Online-Fortbildungen und Online-Sitzungen vermehrt angeboten.

Die Beförderten zusammen mit Abteilungskommandant Jochen Kirchner (links) und seinem Stellvertreter Sebastian Szensny (rechts).
Die Geehrten Michael Opitz (v.l.) und Joachim Fleischer (v.r.) zusammen mit Abteilungskommandant Jochen Kirchner, seinem Stellvertreter Sebastian Szensny, Stadtbrandmeister Torsten Schmidt (hinten mitte), Bügermeister Stein und KBM Andreas Geyer (rechts).

Der Personalstand am 31.12. betrug 62 Aktive sowie weiterhin 25 Passive

Trotz aller Einschränkungen konnten im Jahr 2020 Lehrgänge besucht werden. So besuchte Michael Opitz den Gruppenführerlehrgang, zum Atemschutzgeräteträger wurde Lars Hössel ausgebildet. Am Dekon-LKW-P Lehrgang nahm Andreas Lurz teil.

Zusammengefasst wurden für beide Jahre als neue Mitglieder der Einsatzabteilung nach bestandener Grundausbildung Christoph Diehm, Lars Hössel, Jonas Rohrmüller, Matthias Schätte, Fabio Diettrich, Leon Hommer und Julian Schmidt begrüßt. Ebenso gab es Zuwachs an bereits ausgebildeten Kameraden. Pascal Hirsch, Tobias Mahal und Kathrin Keller kamen aufgrund eines Wohnortwechsels neu hinzu. Adrian Martini, Richard Okyere und Maximilian Schneider, die ihren Arbeitsplatz nach Wertheim verlegt haben unterstützen die Abteilung während der Arbeitszeiten.

Den Bericht der Jugendfeuerwehr verlas Julian Schmidt. In den Jahren 2019/20 nahm die Jugendfeuerwehr Abteilung Stadt an diversen Veranstaltungen teil. Diese reichten von öffentlicher Arbeit bis hin zu Feuerwehr internen Wettbewerben. Ein besonderes Highlight bildete dabei der Berufsfeuerwehrtag, der im September 2019 stattfand. Dabei wird eine 24-Stundenschicht und der Wachalltag einer Berufsfeuerwehr simuliert, bei welchem unter anderem Dienstsport, Fahrzeugkunde und Pflege der Fahrzeuge sowie die gemeinsame Teamarbeit im Vordergrund stand. Diese Tätigkeiten wurden dann von dem ein oder anderen „Einsatz“ unterbrochen. Hierbei waren verschiedenste Übungseinsätze abzuarbeiten, diese reichten von umgestürzten Bäumen, über Menschen- und Tierrettung sowie Ölspuren, bis hin zu Bränden. Der Besuch bei einer Aufbauherstellerfirma für Feuerwehrfahrzeuge im November 2019 rundete die gemeinsamen Veranstaltungen ab. Im Jahr 2020 konnten auf Grund der Pandemielage keine Übungen in Präsenz stattfinden, weswegen jeden zweiten Dienstag Online-Übungen abgehalten wurden. Hierbei wurden Themen wie die Löschgruppe, -staffel oder Fahrzeugkunde in der Theorie behandelt. Erst seit Ende Mai 2021 finden wieder im 2-Wochen Takt Übungen in Präsenz statt.

Es folgte der Kassenbericht, für den von der Abteilung Entlastung ebenso wie für die Abteilungsführung für beide Berichtsjahre einstimmig erteilt wurde.

Stadtbrandmeister Torsten Schmidt ging in seiner Ansprache auf die Besonderheiten der Pandemielage ein. So wurde er im ersten Jahr seiner Tätigkeit vor besondere Herausforderungen gestellt. „Eine Fußballmannschaft die nicht trainiert, wird wohl kaum aufs Feld gehen und spielen. Von uns hat man das aber erwartet, so seine Aussage. „Unter diesen Bedingungen zu einem bestätigten Zimmerbrand in ein Hochhaus zu fahren erzeugte mit Sicherheit bei uns allen gemischte Gefühle.“ So Schmidt. Weiterhin ging er auf anstehende Fahrzeugbeschaffungen sowie den aktuellen Feuerwehrbedarfsplan ein, der sich in ständiger Weiterentwicklung befindet.

Kreisbrandmeister Andreas Geyer ging in seiner Ansprache auf die letzten zwei Jahre ein. Nicht nur für ihn als KBM, sondern fuer alle Feuerwehren, nicht nur im Main-Tauber-Kreis, war diese Zeit eine besondere Herausforderung. Er dankte der Feuerwehr Wertheim für ihre Tätigkeiten im Namen des Landkreises. Auch bescheinigte er der Abteilung, dass sie einen Spitzenplatz in den Bereichen Einsatztätigkeit und Ausbildung einnehme.

Bürgermeister Stein ging in Vertretung des Oberbürgermeisters zuerst darauf ein, dass solch eine Präsenzveranstaltung ein Fortschritt in Pandemiezeiten sei. Mit Blick auf die Einsatzzahlen lobte er, dass die Feuerwehr trotz der Herausforderungen durch Covid-19 nicht gemeckert, sondern gehandelt habe. Auch das aktuelle Jahr schlage schon wieder mit 137 Einsätzen zu Buche. Dass das Ganze auch eine schwere Situation für die Jugendfeuerwehr gewesen sei erwähnte er ebenso. Er überbrachte den ausdrücklichen Dank der Stadtverwaltung und des Gemeinderats für die geleistete Arbeit.

Da im vergangenen Jahr keine Ehrungen und Beförderungen stattfinden konnten, wurden diese in dieser Versammlung zusammengefasst. So erhielt Joachim Fleischer fuer 40 Jahre aktiven Dienst das Feuerwehrehrenzeichen in Gold, fuer 15 Jahre aktiven Dienst wurde Michael Opitz wird mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Bronze durch Andreas Geyer geehrt. Im Anschluss daran wurde der Beförderungsstau der vergangenen beiden Jahre „aufgelöst“. Christoph Diehm, Lars Hössel, Jonas Rohrmüller und Matthias Schätte wurden zum Feuerwehrmann, Lea Kirchhoff zur Feuerwehrfrau befördert. Zu Oberfeuerwehrmännern wurden Andreas Karpf und Patrick Thoma, Urte Bauer und Kathrin Keller wurden zu Oberfeuerwehrfrauen befördert, Marcel Reuss und Raphael Schlör zu Hauptfeuerwehrmännern. Michael Opitz wurde nach bestandenem Gruppenführerlehrgang zum Löschmeister, Christoph Schindler nach Ableistung der erforderlichen Dienstzeit sowie der erforderlichen weiterführenden Lehrgänge zum Oberlöschmeister befördert. Melanie Zorneth wurde nach bestandenem Zugführerlehrgang durch Bürgermeister Stein zur Brandmeisterin ernannt.

Zum Abschluss der Veranstaltung gab Kirchner noch einen kleinen Ausblick auf die „Zukunft“. So stehen unter anderem zwei Fahrzeugbeschaffungen an, auch der Digitalfunk Einzug halten. Aktuell ist die Feuerwehr Wertheim mit vier Handfunkgeräten ein Vorreiter für den Main Tauber Kreis. Im Laufe des Jahres werden die ersten Fahrzeuge für den Digitalfunk vorbereitet. Er bedankte sich fuer die geleistete Arbeit innerhalb der Abteilung und schloss damit, dass durch die aktuelle Situation weitere Veränderungen noch nicht absehbar seien.

Quelle : Feuerwehr-Wertheim.de

 

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