Fünf Pferde vergiftet – PETA erhöht ausgesetzte Belohnung für Hinweise um 1000 Euro


Krefeld / Stuttgart, 25. April 2019 – Fahndung nach Tierquäler: In den letzten Wochen starben fünf Pferde in einem Reitstall an der Willicher Straße in Krefeld. Laut der Betreiber haben pathologische Befunde und toxikologische Untersuchungen ergeben, dass alle Pferde vergiftet wurden. Die Familie erstattete Strafanzeige gegen Unbekannt. Außerdem setzte sie eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise, die den Täter überführen, aus. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Krefeld unter der Telefonnummer 02151-6340 entgegen.
 
PETA stockt Belohnung auf
Um die Suche nach dem Tierquäler zu unterstützen, erhöht PETA nun die Belohnung um 1000 Euro für Hinweise, die zu seiner Verurteilung führen. Zeugen werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden und können sich telefonisch unter 01520-7373341 oder per E-Mail bei der Tierschutzorganisation melden – auch anonym.
 
„Mit unserer Belohnungsaufstockung möchten wir helfen, den Täter zu finden und zu stoppen“, sagt Judith Pein im Namen von PETA. „Pferde sind häufig Opfer von Misshandlungen. Auch Vergiftungen durch Unbekannte werden bundesweit immer wieder bekannt. Derartige Täter müssen überführt und zur Rechenschaft gezogen werden. Nicht nur, weil sie den Tieren großes Leid zufügen. Wer wehrlose Tiere aus Spaß tötet, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“
 
Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwälte, Richter, Polizeibeamte und Sozialarbeiter dient.
 
Die Tierschutzorganisation setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten Tieren aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen. Mit Erfolg: PETA zahlte vergangenes Jahr eine Belohnung von 1000 Euro an drei Pferdehalterinnen in Lorsch aus. Ihre Hinweise hatten einen Tierquäler, der im April 2016 eine Stute mit einem Dildo malträtierte, überführt. Auch zwei Frauen aus Dortmund haben bereits PETAs Belohnung erhalten, da sie im Februar 2017 einen Mann überführten, der mehrfach ihr Pony misshandelt hatte.
 
[1] Gespräch mit PETA Deutschland e.V., 2010
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierquälerei
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
PETA.de/Staatsanwalt
 
Kontakt:
Lisa Kienzle, +49 711 860591-536, LisaKi@peta.de



Quelle : PETA.de

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