Gauland: Demokratie im Ausland erzwingen funktioniert nicht

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Berlin (ots) – Zu Trumps neuer Afghanistan-Strategie erklärt AfD-Spitzenkandidat Alexander Gauland:

„Trumps neuer Ansatz ist vernünftig. Die Vergangenheit hat nicht nur in Afghanistan gezeigt, dass es keinen Sinn macht, mit aller Gewalt und mit viel Geld, fernen Ländern Demokratie aufzuzwingen, die damit überhaupt nichts anfangen können. Diesen Fehler machen in Europa viele Nationen, allen voran Deutschland. Die Realität spricht hingegen hier eine andere Sprache: Es funktioniert schlichtweg nicht, in anderen Gesellschaften Demokratie zu erzwingen, wenn sie es nicht wollen, brauchen oder ihre kulturellen Strukturen das nicht hergeben. Dieser moralisierende Politikansatz ist gescheitert. Wir müssen damit aufhören, uns in die Innenpolitik anderer Länder einzumischen.

Deutsche Außenpolitik muss Interessenpolitik sein. Trump hat vollkommen recht, wenn er sich in Afghanistan ausschließlich zur Terrorismusbekämpfung einmischt. Das sogenannte ’nation building‘ ist mehrfach kläglich gescheitert und hat Milliarden verschlungen. Wir müssen unsere Außenpolitik ausschließlich an deutsche Interessen ausrichten: Terrorbekämpfung, Wirtschaftsinteressen verteidigen, Sicherheit und Bündnisfähigkeit wiederherstellen. ‚Nation building‘ und Einmischung in innere Angelegenheit anderer souveräner Staaten gehören nicht dazu.“

Pressekontakt:

Christian Lüth
Pressesprecher der Alternative für Deutschland
christian.lueth@alternativefuer.de

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Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011