Gedanken für morgen – Dr. Eckart von Hirschhausen über die Zukunftsperspektiven der Pflege

tvjoern / Pixabay


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Heidenheim (ots) – Anmoderationsvorschlag: Digitalisierung, demographischer Wandel, Globalisierung und Fachkräftemangel: Unsere Gesundheitsversorgung steht vor massiven Herausforderungen. Und die ganz große Frage ist: Wie werden Medizin und Pflege, Krankenhäuser und Apotheken, Arztpraxen und Pflegeheime in zehn oder sogar in 20 Jahren aussehen? Gerade bei der Pflege gibt es da ja gerade große Diskussionen. Helke Michael berichtet.

Sprecherin: Die Arbeitsbedingungen in der Pflege sind hart. 54 Prozent der Pflegekräfte haben laut aktuellem Pflexit-Monitor der Paul Hartmann AG schon mal darüber nachgedacht, ihren Beruf an den Nagel zu hängen. Verständlicherweise, sagt der Arzt, Autor, Komiker und Gründer der Stiftung HUMOR HILFT HEILEN Dr. Eckart von Hirschhausen:

O-Ton 1 (Dr. Eckart von Hirschhausen, 21 Sek.): „Die Einführung des Fallpauschalensystems hat dazu geführt, dass wir nichts gespart haben. Im Gegenteil: Wir haben Leistungen ausgeweitet, die sich lohnen – und die Pflege wurde da aber nicht mit eingepreist. Das heißt, wir denken viel zu wenig vom Patienten her und weil die Pflege traditionell eben sehr viel näher an den Patienten dran ist, kriegt sie diesen Druck und kriegt auch die Unzufriedenheit am schnellsten mit.“

Sprecherin: Allerhöchste Zeit also, das Ruder herumzureißen und gegenzusteuern. Zum Beispiel, indem man den Pflegeberuf für junge Menschen wieder attraktiver macht und ihnen mehr Aufstiegschancen bietet.

O-Ton 2 (Dr. Eckart von Hirschhausen, 28 Sek.): „Die Pflege hat so eine Art gläserne Decke: Wenn man einmal Pflegedienstleitung ist, dann geht’s nicht mehr voran – und das ist Quatsch. Leute, die sich weiter entwickeln wollen, sollen die Chance dazu haben. Wir müssen nicht alle akademisiert sein, aber zumindest die Möglichkeiten, auch ein Leben lang darin weiter glücklich werden zu können, indem man dann auch weiter wächst, mehr Verantwortung kriegt und andere Berufsauffassungen übernehmen kann. Also es ist viel zu tun – und deswegen finde ich es toll, dass das Hartmann Zukunftsforum sich diesen Fragen widmet.“

Sprecherin: Besser bezahlt werden sollten Pflegerinnen und Pfleger in der Zukunft aber selbstverständlich auch, fordert Dr. Eckart von Hirschhausen.

O-Ton 3 (Dr. Eckart von Hirschhausen, 39 Sek.): „Also in einem System, wo jeden Tag eine Milliarde Euro unterwegs sind, da erwarte ich, dass da für die Pflege auch bisschen mehr vom Kuchen über bleibt. Es immer wieder wichtig, sich klar zu machen: Keiner von uns hat sich selber geboren, keiner möchte alleine sterben. Wir werden in zehn Jahren 1,5 Millionen mehr Menschen haben voraussichtlich, die Pflege brauchen, die darauf angewiesen sind. Und deswegen ist das ein riesen gesellschaftliches Thema: Und ich freu mich, dass das heute viel klarer geworden ist als noch vor fünf Jahren. Da hat kein Mensch darüber geredet, nur die Insider wussten, da laufen wir gegen die Wand. Und heute reden alle darüber, aber bis die Maßnahmen greifen, hoffe ich mal, dass ich fit bin und nicht Pflege brauche.“

Abmoderationsvorschlag: Mehr über eine menschenwürdige Pflege für alle Beteiligten finden Sie auch im Internet unter hartmann.de. Unter humorhilftheilen.de gibt’s mehr Infos über die Stiftung von Dr. Eckart von Hirschhausen, die unter anderem auch Workshops für Pflegende anbietet.

Pressekontakt:

Philipp Hellmich
Mail:philipp.hellmich@hartmann.info
Tel.:07321/361313

Original-Content von: PAUL HARTMANN AG, übermittelt durch news aktuell



Original Quelle Presseportal.de

Bilder „Wir sind Wertheim“ , am Marktplatz ,11.September.2011