Größere Mengen Rauschgift sichergestellt – Ermittlungsverfahren gegen mehr als 20 Tatverdächtige

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Nach umfangreicher Ermittlungsarbeit – Größere Mengen Rauschgift sichergestellt – Ermittlungsverfahren gegen mehr als 20 Tatverdächtige

Gemeinsame Presseerklärung des Polizeipräsidiums Unterfranken und der Staatsanwaltschaft Würzburg vom 13.01.2017

UNTERFRANKEN. Bereits seit mehreren Monaten führt die Kriminalpolizei und die Staatsanwaltschaft Würzburg intensive und umfangreiche Ermittlungen in einem Rauschgiftverfahren. Größere Mengen Rauschgift sind bei Durchsuchungsmaßnahmen sichergestellt worden und mehr als 20 Personen haben sich als dringen tatverdächtig herauskristallisiert. Drei Männer und zwei Frauen, die allesamt aus dem Raum Würzburg stammen, befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft.

 

Im April 2016 haben Rauschgiftfahnder der Würzburger Kripo Hinweise auf einen 45-Jährigen aus dem Landkreis Würzburg erlangt, der schwunghaften Handel mit Amphetamin betrieben haben soll. Der Tatverdacht gegen den Mann hat sich im Zuge der folgenden, monatelangen Ermittlungen erhärtet. Er wurde nach einem mutmaßlichen Rauschgiftgeschäft am 3. September im Würzburger Stadtgebiet kontrolliert. Dabei stellten die Kripobeamten mehr als 200 Gramm Amphetamin sicher. Dem Sachstand nach soll der Mann das Rauschgift von einem Würzburger im Alter von 29 Jahren bezogen haben, in dessen Wohnung die Ermittler noch am selben Tag weitere rund 1,2 Kilogramm des Betäubungsmittels sicherstellten. Der 29-Jährige wiederum soll das Rauschgift von einer sieben Jahre Jüngeren, die ebenfalls aus Würzburg stammt, erhalten haben.

Alle drei Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen und am 4. September auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht vorgeführt. Dieser erließ gegen das Trio Untersuchungshaftbefehle wegen des dringenden Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge. Die beiden Männer und die Frau wurden im Anschluss in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Im Zuge weiterer umfangreicher Ermittlungen ergaben sich Hinweise auf zwei mutmaßliche Hintermänner in Nordrhein-Westfalen, die im Zeitraum von 2013 bis 2016 mindestens 30 Kilogramm Amphetamin durch insgesamt fünf Kuriere zur Wohnung der 22-jährigen Würzburgerin transportieren lassen haben sollen. Als weitere mutmaßliche Großabnehmer der Kurierfahrer kristallisierten sich schließlich noch ein 29-Jähriger aus Würzburg und eine gleichaltrige Würzburgerin heraus. Gegen die Beiden wurden durch die Staatsanwaltschaft Würzburg ebenfalls Haftbefehle erwirkt, die am 13. Oktober 2016 vollzogen wurden.

Nach enger und guter Zusammenarbeit mit den Behörden in Nordrhein-Westfalen befinden sich auch die von dorther stammenden Hintermänner und mutmaßliche „Drogenkuriere“ inzwischen in Haft.

Nachdem sich während den laufenden Ermittlungen noch zahlreiche weitere Tatverdächtige herauskristallisiert haben, die allesamt als „Kleinabnehmer“ in Frage kommen, erfolgte am vergangenen Dienstag eine groß angelegte Durchsuchungsaktion. Mit Unterstützung von Kräften der Bayerischen Bereitschaftspolizei durchsuchte die Kripo Würzburg insgesamt acht Objekte in Stadt und Landkreis Würzburg, im Landkreis Main-Spessart sowie im Stadtgebiet Schweinfurt. Zum Teil wurden in den betroffenen Anwesen geringe Mengen Betäubungsmittel und Rauschgiftutensilien sichergestellt. In der Wohnung eines 28-Jährigen im Landkreis Würzburg entdeckten die Beamten auch eine Marihuana-Plantage mit sechs abgeernteten Pflanzen. Die acht Beschuldigten, die von der Durchsuchungsaktion betroffen waren, wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen.

Die weiteren Ermittlungen, insbesondere hinsichtlich weiterer möglicher Abnehmer, werden von der Kriminalpolizei Würzburg in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft geführt. Die umfangreichen Ermittlungen dauern noch an.

PP Unterfranken