Gute Noten für die Schulverpflegung in Wertheim – Auswertung der Umfrage im Ausschuss vorgestellt

Burger Fries Lettuce Tomato Meal  - JussaraMaeda / Pixabay
JussaraMaeda / Pixabay Symbolbild

Die Geschmäcker sind verschieden und die Akzeptanz des Essens in den Schulmensen hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Auswertung einer breit angelegten Umfrage zur Verpflegung an sieben Wertheimer Ganztagesschulen wurde nun dem Ausschuss für Finanzen, Verwaltung, Kultur, Soziales und Schulen vorgestellt. „Die Beteiligung an der Umfrage war mit 60 Prozent erfreulich hoch,“ stellte Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez fest. 1.875 Fragebögen waren auszuwerten. „Die Antworten bilden eine große Bandbreite an Erfahrungen und Meinungen ab“, so der OB.

Schüler, Eltern, Lehrer und sonstiges Schulpersonal waren getrennt befragt worden. Alle drei Gruppen bewerteten die Mensen und ihr Angebot an allen Schulen insgesamt gut. Bei der Beurteilung des Preises hingegen gibt es Unterschiede sowohl zwischen den Gruppen als auch den einzelnen Schulen. Das Mittagessen kostet an allen Schulen 3,50 Euro. Bei den Schülern aller Schulen sagten 27,7 Prozent auf die Frage, warum sie ihre Mahlzeit nicht in der Mensa einnehmen, das Essen sei zu teuer. Bei der Comenius Realschule waren es 50,1 Prozent, beim Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium nur 18,3 Prozent.

Bei nahezu allen Schulen spiegelt sich die insgesamt gute Bewertung auch in den Essenszahlen wider. Nicht so bei der Realschule. Als Begründung gaben – neben dem Preis – 43,7 Prozent der Schülerinnen und Schüler an, anderen Ortes zu essen. „In unmittelbarer Nähe der Realschule gibt es bekanntlich viele Angebote, die von den Jugendlichen wohl gerne genutzt werden,“ erläuterte Referatsleiter Matthias Fleischer im Ausschuss.

Rund 25 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wünschen eine ausreichend große und gemütliche Mensa mit bequemen Sitzmöglichkeiten. Etwa zehn Prozent möchten eine größere Auswahl und mehr Abwechslung beim Essensangebot. Auf 8,8 Prozent der Fragebögen war die Forderung nach günstigeren Preisen angegeben, „gesundes Essen“ rangierte mit 3,7 Prozent weit hinten. Stattdessen gewünscht wurden Schnitzelbrötchen, Pizza und Pommes.

Matthias Fleischer leitete aus den Ergebnissen mögliche Maßnahmen zur Steigerung der Nutzerzahlen in den Mensen ab. So könne man diese durch Einsatz von Deko, Farbe und Pflanzen und durch neue Möbel um- und gemütlicher gestalten. In Absprache mit den jeweiligen Caterern wäre es denkbar, Auswahl und Menüzusammenstellung zu verbessern. Die Chancen, die Nutzerzahlen an der Comenius Realschule mittels einer Preissenkung zu erhöhen, beurteilt die Verwaltung angesichts der „Verlockungen“ in der unmittelbaren Umgebung skeptisch. Zudem liege schon jetzt der städtische Zuschuss pro Essen an allen Schulen bei durchschnittlich 2,79 Euro.

Ein für alle Schulen passendes einheitliches Konzept zur Verbesserung der Akzeptanz wird nicht zu erreichen sein. Deshalb begrüßte der Ausschuss den Vorschlag der Verwaltung, in Arbeitsgruppen mit allen Beteiligten auf die jeweilige Schule bezogene Lösungen zu entwickeln.

Quelle : Wertheim.de

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