“Gysi” – ein MDR-Film zum 70. Geburtstag

clareich / Pixabay


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"Gysi" - ein MDR-Film zum 70. Geburtstag
Gregor Gysi in seinem Büro. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/7880 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: “obs/MDR Mitteldeutscher Rundfunk/MDR/Lona media”

Leipzig (ots) – Zwei Tage vor Gregor Gysis 70. Geburtstag zeigt das MDR-Fernsehen am Sonntag, 14. Januar, um 20.15 Uhr ein 90-minütiges Porträt des Politikers, der bis heute polarisiert. Zuvor ist der wortgewandte Jubilar am Freitag, 12. Januar, um 22.00 Uhr als Riverboat-Talkgast zu erleben.

Als Gregor Gysi im Herbst 1989 die politische Bühne betrat, war er keineswegs ein unbeschriebenes Blatt. Er war seit über 20 Jahren SED-Mitglied und pflegte Kontakte in höchste Staatskreise. Als Vorsitzender des Kollegiums der DDR-Rechtsanwälte gehörte er zur Elite des Staates. Manche sahen ihn auf dem Weg nach ganz oben – auch wegen seiner Herkunft.

Gysis Eltern stammen aus großbürgerlichen Familien mit jüdischen Wurzeln und machten in der DDR Karriere. Vater Klaus Gysi war Minister für Kultur und später Staatssekretär für Kirchenfragen, loyal und kritisch zugleich. Mutter Irene Gysi war u.a. Verlagsleiterin. Ohne dieses Elternhaus lässt sich Gregor Gysi nicht verstehen.

Der Rechtsanwalt Gysi verteidigte in politischen Prozessen Dissidenten und stand doch loyal zum DDR-Staat. Als SED-Vorsitzender verurteilte Gysi seine Partei und wollte sie dennoch unbedingt retten. Widersprüchlich erscheint auch Gysis Verhältnis zur Staatssicherheit der DDR. Gegen den Vorwurf, er habe als Inoffizieller Mitarbeiter seine Mandanten verraten, hat er oft und erfolgreich prozessiert. Dennoch wirft die Aktenlage im Stasi-Archiv Fragen auf.

In ihrem 90-minütigen Dokumentarfilm zeichnen Nicola Graef und Florian Huber Gysis Weg in der DDR nach, seine Rolle als Verteidiger von Dissidenten und gleichzeitig Chef aller DDR-Anwälte. Sie zeigen seinen Aufstieg zur Leitfigur der Linken und zum “Volkstribun” der Ostdeutschen, aber auch den Hass, der Gysi auf der Straße wie im Bundestag entgegenschlug. Dabei lenken sie den Blick immer wieder auf das für ihn prägende Elternhaus.

Information für Journalisten:

Der Film “Gysi” steht für Sie im Vorführraum der MDR-Pressestelle (www.mdr.de/unternehmen/kommunikation/pressevorfuehrraum) zur Ansicht bereit. Bitte fordern Sie die Login-Daten per Mail an presse@mdr.de an.

Honorarfreie Fotos stehen unter www.ard-foto.de zur Verfügung.

Pressekontakt:

MDR, Hauptabteilung Kommunikation, Birgit Friedrich,
Tel.: (0341) 3 00 65 45, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse

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Original Quelle Presseportal.de

Bilder “Wir sind Wertheim” , am Marktplatz ,11.September.2011