Hersteller der Schuluniformen in Harry Potter streicht nach Gesprächen mit PETA USA Kaschmir


Lochaven of Scotland setzt statt Kaschmir auf neue vegane Produkte
 

Stewarton / Stuttgart, 16. Juli 2019 – Das schottische Strickmodeunternehmen Lochaven of Scotland hat nach Gesprächen mit PETA USA Kaschmir aus seinem Sortiment gestrichen. Die Firma war der ursprüngliche Lieferant der in den Harry Potter-Filmen getragenen Hogwarts-Uniformen.
 
„Den sanftmütigen Ziegen werden die Haare ausgerissen, man schlägt mit Hämmern auf sie ein oder schneidet ihnen die Kehle durch – nur, damit aus ihren Haaren Kaschmirpullis und Kaschmirschals hergestellt werden können“, erklärt PETA UK Director Elisa Allen. „Lochaven of Scotland hat klar Stellung gegen Tierquälerei bezogen. PETA UK und seine Partnerorganisationen fordern alle anderen Bekleidungsunternehmen auf, diesem mitfühlenden Beispiel zu folgen und Kaschmir aus ihrem Sortiment zu streichen.“
 
PETA Asien führte kürzlich eine Video-Ermittlung in Kaschmirfarmen und Schlachthäusern in China und in der Mongolei durch. Die beiden Länder sind zusammen für 90 Prozent der weltweiten Kaschmirproduktion verantwortlich. Die Aufnahmen zeigen, wie Mitarbeiter schreiende Ziegen zu Boden drückten, ihre Beine grob verbogen und ihnen die Haare mit scharfen Metallkämmen ausrissen. Sobald die Ziegen nicht mehr als profitabel galten, wurden sie qualvoll getötet. Chinesische Arbeiter versuchten, die Tiere zu betäuben, indem sie ihnen mit einem Hammer auf den Kopf schlugen. In der Mongolei zerrten Mitarbeiter die Ziegen an einem Bein zum Schlachtort und schnitten ihnen bei vollem Bewusstsein die Kehle durch. Die Aufnahmen zeigen, dass sich einige Tiere danach noch minutenlang bewegten.
 
Lochaven of Scotland hat nicht nur Kaschmir verboten, sondern führt nun auch mehrere neue Produkte aus veganen Fasern. Außerdem hat das Unternehmen den Wollanteil einiger beliebter Produkte reduziert. PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie als Kleidung tragen. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft. PETA weist darauf hin, dass Kaschmir zu den umweltschädlichsten Materialien in der Textilbranche gehört, während viele vegane Materialien wie Bambus, Tencel, Hanf, Modal, Viskose, Bio-Baumwolle und Soja-Seide (ein Abfallprodukt der Herstellung von Sojalebensmitteln) nicht nur warm und modisch, sondern auch umweltfreundlicher sind.

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Ziegen werden für Kaschmir gewaltsam zu Boden gedrückt und schreien panisch, wenn Arbeiter ihnen die Haare vom Körper reißen. / © PETA Asien
 
Das Bild steht hier zum Download zur Verfügung.  
 
Weitere Informationen:  
PETA.de/Kaschmir-China-Mongolei
 
Kontakt:
Carolin von Schmude, +49 711 860591-528, [email protected]
 



Quelle : PETA.de

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