Hirschhorn: Unbekannte fügen drei Schafen Schnittwunden zu und schlagen weiterem Schaf die Hörner ab – PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise

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Hirschhorn (Neckar) / Stuttgart, 20. September 2022 – Tierquälerei entdeckt: Einer Polizeimeldung zufolge verletzten eine oder mehrere Personen vergangene Woche vier Schafe in Hirschhorn (Kreis Bergstraße). Laut Berichtangaben standen die insgesamt 35 Tiere auf einer circa zwei Hektar großen und mit einem Weidezaun umschlossenen Wiesenfläche im Bereich des Mühlwegs. Zwischen Mittwoch, dem 14. September, und dem darauffolgenden Freitagvormittag verschafften sich Unbekannte Zugang zu dem Grundstück. Dort fügten sie drei Schafen Schnittverletzungen zu und schlugen einem weiteren die Hörner ab. Am 16. September wurden Zeugen gegen 11:00 Uhr auf die verletzten Tiere aufmerksam. Aufgrund der schweren Verletzungen wurden die vier Schafe getötet. Möglicherweise konnte ihnen nicht mehr geholfen werden, weil der Halter die Tiere offenbar tagelang nicht kontrolliert hatte. Die Polizei ermittelt und nimmt unter 06272-9305-0 sachdienliche Hinweise zur Tat entgegen.

PETA setzt Belohnung aus
Um den Fall aufzuklären, setzt PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die die tatverantwortliche Person überführen. Menschen, die etwas beobachtet oder anderweitige Hinweise haben, werden gebeten, sich bei der Polizei oder telefonisch unter 0711-8605910 oder per E-Mail bei der Tierrechtsorganisation zu melden – auch anonym.

„Wir setzen uns dafür ein, dass die tatverantwortliche Person oder Personen schnell überführt und zur Rechenschaft gezogen wird, bevor möglicherweise noch weitere Tiere in Gefahr gebracht werden“, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und PETAs Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie. „Derartige Täter und Täterinnen zu überführen ist oft schwierig, da sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Deshalb kann es in solchen Fällen auf jeden noch so unwichtig erscheinenden Hinweis ankommen. Mit unserer Belohnungsauslobung wollen wir die Aufklärung der Taten vorantreiben. Wer wehrlose Tiere quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Zusammenhang zwischen Gewalttaten an Menschen und Tieren
Fachleute aus der Psychologie und Justiz sind sich mittlerweile einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen. Aggressionsforscher Christoph Paulus von der Universität des Saarlandes sagt dazu: „Geschätzte 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“ [1] Über den Zusammenhang von Tierquälerei und Gewalttaten klärt PETA in der Broschüre „Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei“ auf, die als Informationsquelle für Staatsanwaltschaften, die Richterschaft und Polizei sowie Angestellte im sozialen Bereich dient.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus, um bei der Ermittlung der tatverantwortlichen Personen zu helfen.

Das Motto der Tierrechtsorganisation lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. PETA setzt sich gegen Speziesismus ein – eine Form von Diskriminierung, bei der Tiere aufgrund ihrer Artzugehörigkeit abgewertet werden.

[1] PETA Deutschland e.V. (2018): Menschen, die Tiere quälen, belassen es selten dabei. https://www.peta.de/wp-content/uploads/2020/11/Broschuere-A5-Menschen_die-Tiere-quaelen-2019-04-print24.pdf.

Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Tierqual
PETA.de/Themen/Staatsanwalt
PETA.de/Aktiv/Whistleblower

Pressekontakt: 
Chiara Reutter, +49 711 860591-532, [email protected] 

Quelle : PETA.de

https://wertheimerportal.de/faktencheck-tauben-sind-keine-ratten-der-luefte/

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