In 25 Jahren 3,4 Millionen Personen von Osten Deutschlands nach Westen gezogen

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Zahl der Woche vom 22.09.2015: Wanderungssaldo 2014 von Ost nach West mit 3 300 Personen nahezu ausgeglichen

WIESBADEN – Im Jahr 2014 zogen nach vorläufigen Ergebnissen 97 000 Personen aus den neuen Bundesländern in die alten Bundesländer, während 93 700 Menschen in die umgekehrte Richtung wanderten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des 25. Jahrestages der Deutschen Einheit am 3. Oktober weiter mitteilt, verloren die neuen Bundesländer per Saldo rund 3 300 Personen durch Abwanderung in den Westen; die Ost-West Wanderungsströme des Jahres 2014 sind damit nahezu ausgeglichen. Berlin ist in diesen Zahlen nicht berücksichtigt.

In den vergangenen 25 Jahren (1991 bis 2014) sind 3,4 Millionen Personen von den neuen Bundesländern in die alten Länder gezogen und 2,2 Millionen Personen in die umgekehrte Richtung. Insgesamt haben die neuen Bundesländer in diesem Zeitraum per Saldo 1,2 Millionen Personen durch Abwanderung an die alten Bundesländer verloren.

In jedem Jahr nach der Wiedervereinigung hat es Abwanderungsverluste der neuen Bundesländer gegenüber den alten Bundesländern gegeben. Am höchsten waren die Abwanderungsverluste Anfang der 1990er Jahre (165 400 Personen im Jahr 1991) und Anfang der 2000er Jahre (97 600 Personen im Jahr 2001). Seit 2008 hat der Wanderungssaldo bis zum aktuellen Tiefstand im Jahr 2014 kontinuierlich abgenommen.