Kangal aus illegalem Welpenhandel gerettet – Ohren waren schon kupiert !

 

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GLady / Pixabay Kangal Symbolbild

PETA ernennt Polizeibeamte des Abschnitts 14 in Berlin zu „Helden für Tiere“

Berlin / Stuttgart, 6. Dezember 2019 Mitte November wurde PETA gemeinsam mit einem Team des Fernsehsenders Kabel Eins und dem Tierschützer Stefan Klippstein im Rahmen der Sendung „Achtung Kontrolle“ auf eine Anzeige aufmerksam, in der ein dreieinhalb Monate alter Kangalwelpe mit kupierten Ohren über die Internetplattform „Quoka“ zum Kauf angeboten wurde. Weitere PETA-Ermittlungen bei der Verkäuferin ergaben, dass der Hund illegal und ohne ausreichenden Impfschutz aus der Türkei über die Landesgrenzen hinweg geschmuggelt wurde. Ein Tierarzt stellte daraufhin hierzulande deutsche Papiere für den Vierbeiner aus – vermutlich, um seine Herkunft zu verschleiern. Ermittler täuschten Interesse an dem Tier vor, um weitere Beweise zu sichern und alles an die zuständigen Behörden zu übergeben. Angesichts der klaren Beweislage und aufgrund des drohenden Verkaufs des Hundes verständigte PETA sofort die Polizei, die nicht zögerte und kurze Zeit später mit sechs Beamten vor Ort war. Diese beschlagnahmten den Hund umgehend und nahmen ihn mit auf ihre Polizeidienststelle. Für ihr tierfreundliches Engagement zeichnet PETA den Abschnitt 14 der Polizei Berlin mit einer „Helden für Tiere“-Urkunde aus.

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Der kleine Kangal wurde noch rechtzeitig in Sicherheit gebracht. / © PETA Deutschland

„Wir möchten uns ganz herzlich bei dem Polizeiteam des Abschnitts 14 für die schnelle Reaktion in diesem Fall bedanken. Es ist nicht auszudenken, was mit dem Welpen passiert wäre, wenn er über die Internetplattform in falsche Hände geraten wäre“, so Jana Hoger, Fachreferentin für tierische Mitbewohner bei PETA. „Der Handel mit Hundewelpen boomt in ganz Deutschland. Berlin kann hier jedoch sicherlich als Drehscheibe für die mafiösen Geschäfte genannt werden.“

Hintergrundinformationen

Urkunde „Helden für Tiere“ / © PETA Deutschland e.V.


Der Handel mit den Jungtieren im Internet hat Hochkonjunktur. Nicht selten sind die Welpen schwer krank, verwurmt, ohne Impfschutz und voller Parasiten. Die langen Transportwege aus fernen Ländern nach Deutschland schwächen die Tierkinder zudem extrem. Manche von ihnen sterben nach kurzer Zeit in ihrem neuen Zuhause. Nach der Kontaktaufnahme über ein Onlineportal werden die Tiere häufig auf Parkplätzen, in Wohnzimmern oder auf Bahnhöfen an ihren neuen Halter verkauft – oft zu Spottpreisen und mit gefälschten Heimtierausweisen. Häufig kommen die Hundekinder aus Osteuropa. Hier werden die Muttertiere auf Welpenfarmen wie Gebärmaschinen behandelt und erleben tagtäglich Höllenqualen. Teils sitzen sie ohne Tageslicht und in ihren eigenen Fäkalien in engen Käfigen, oftmals geplagt von schlimmen Hautkrankheiten. Die Muttertiere erfüllen in ihrem kurzen Leben nur einen Zweck: dauerhaft Welpen zu gebären. Sind sie für die Züchter nicht mehr „produktiv“ genug oder zu alt, werden sie in der Regel getötet oder ausgesetzt. Das einzelne Individuum zählt nicht als Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen und Charaktereigenschaften. Einzig der Profit macht den Handel mit der „Ware Tier“ so lukrativ. Auch in Deutschland hat PETA schon zahlreiche Fälle von qualvollen Hundezuchten aufgedeckt. Menschen, die einen Vierbeiner aufnehmen möchten, sollten immer ein Tierheim besuchen und dort einen tierischen Mitbewohner adoptieren.

PETA zeichnet regelmäßig Menschen für besonders tierfreundliches Verhalten aus. Die Urkunde wurde den Polizeibeamten des Abschnitts 14 in Berlin per Post zugestellt. Den gesamten TV-Beitrag gibt es in Kürze bei „Achtung Kontrolle“ auf Kabel Eins zu sehen.

 

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Weitere Informationen:
PETA.de/Welpenhandel-Internet
PETA.de/Illegaler-Welpenhandel
PETA.de/Hundewelpen-gerettet

Quelle : PETA.de
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